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Es war einmal der reiche Herr Pulle, ein Witwer mit einer Vorliebe für Branntwein, seine schöne Tochter Maria und ihr kleiner Hund Bello. Sie lebten glücklich, bis Herr Pulle eine böse Frau heiratete, die ihre ebenso böse Tochter Marie Lu mit in die Ehe brachte. Als Maria im Wald einen jungen Jäger trifft, der in Wirklichkeit ein Prinz ist und als Zeichen seiner Liebe, ihr einen Karfunkelstein schenkt, erzürnt das ihre böse Stiefschwester. Sie wirft den Stein in einen Brunnen. Beide Mädchen landen schließlich jedoch selbst im Brunnen und treffen dort den Froschkönig. Dieser bringt sie in die magische Welt der Frau Holle, wo jeder seinen gerechten Lohn erhält.

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Rolf Kauka, der "Vater" des bekannten deutschen Comic-Heftes "Fix und Foxi", sah sich immer gerne als der deutsche Walt Disney. 1973 verwirklichte er mit diesem Film seinen lang gehegten Traum, einen eigenen Animationsfilm zu schaffen.

Der Film ist für ein kindliches Publikum entworfen und wirft mehrere Märchen wie Aschenputtel, Der Froschkönig und Frau Holle wild durcheinander. Die Geschichte ist recht einfach gehalten und Spannung stellt sich wenig ein. Die Szene, in der Bello von Marie Lu im kalten Wald zum Sterben zurückgelassen wird, ist sicher recht gruselig für ein junges Publikum.

Schön gemacht sind die zum Teil kitschigen Lieder und der Vater mit der Liebe für Branntwein. Außerdem punktet der Film mit einigen netten Ideen. Optisch kann er jedoch mit den Disney-Produktionen der 70er nicht mithalten, zu einfach ist die Umsetzung. Für Erwachsene bietet der Film nicht mehr als ein, zwei kleine Lacher, für die Kinder von heute wirkt er zu altmodisch.

So bleibt nicht mehr als ein netter, aber beim Publikum gescheiterter Versuch von Kauka im Filmgeschäft Fuß zu fassen. 

5/10 Punkten

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