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Hat Herr Miner mit "Lake Placid" noch einen recht ordentlichen Vertreter zum Tierhorror abgeliefert, ist sein Beitrag zum Zombiefilm wenig bis gar nicht gelungen.

Ein Virus breitet sich in den USA aus und infiziert weite Teile der Bevölkerung in rasender Geschwindigkeit. Und rasend schnell ist auch die Machart dieses Films. Selbstverständlich schlurfen deshalb auch die Zombies nicht mehr langsam bedrohlich wie in den großen Klassikern der 80er Jahre - von Lenzis "Großangriff" mal abgesehen - sondern orientieren sich an jüngeren Beiträgen zum Untoten-Genre. So erinnert alles eher an "28 days later" (in klein) als an den Titelspender und wirft die Frage auf, wieso sich diese müllige Direct-to-DVD-Produktion mit "Day of the Dead" schmücken darf? Vermutlich ist der Großteil des Budgets in die Titelrechte geflossen.

Aus Ermangelung an inhaltlichen Ideen setzt man auf Epileptiker hinter der Kamera und nonstop Action ab dem zweiten Drittel. Atmosphäre, Spannung oder Entwicklung der Charaktere ist nicht vorhanden. Ein Tom Savini übrigens auch nicht. Die Effekte bestehen (fast) ausnahmslos aus CGI. Ist wohl schneller gemacht, billiger und ermöglicht "spektakulärere" Szenen. Außerdem saut man den Fussboden nicht mit Kunstblut voll.

Parallelen zum 1985er "Day of the Dead" gibt es dann insgesamt drei. Die Figuren tragen die Namen der Protagonisten aus dem Original. So gibt es eine Sarah (Mena Suvari), einen Dr. Logan und einen Captain Rhodes (Ving Rhames), ohne dass diese auch nur annähernd an das Charisma und die Präsenz der Originale heranreichen
Die Rolle des Bub wurde rudimentär aufgegriffen und das Finale des Films findet in einem Militärbunker statt.

Wird sicher genug Leute geben denen dies gefällt. Mich hat das Betrachten dieses billigen Derivats sehr angestrengt.

3/10

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