Review

Robert Kurtzman, der Kopf hinter dem beachtlichen „Wishmaster“ muss zwischenzeitlich tief gesunken sein, wenn das Budget so augenscheinlich gering ist und die Adaption eines überaus einfallslosen Drehbuchs ohne Wimpernzucken umgesetzt wird.
Das ist jene Form von Slasher, auf die man selbst im Suff noch verzichten kann, weil sie einem rein gar nichts Markantes bieten.

Das beginnt bei der Gruppe Studenten rund um Zane und Cousine Rene, die ein Wochenende in einer Hütte am Rande der Wüste verbringen wollen um A) nach Gold zu suchen und B) zwei Tussen die Aufnahme zu einer Schwesternschaft durchexerzieren lassen.
Wenn da erst einmal die Hälfte der Zeit vorüber ist, bevor die erste Person abnippelt und erst ab sage und schreibe Minute 77 überhaupt etwas Tempo aufkommt, sind das deutlichste Anzeichen fürs Scheitern auf ganzer Linie.

Als Ursache für ein paar Ableben muss ein alter Fluch um einen Goldsucher herhalten, dazu kommt eine bestimmte Schutzkette und die Tatsache, dass ein Vorfahr von Zane seine Frau lebendig begrub, woher der Streifen seinen Titel bezieht.
Ereignisloser hätte man die Sache jedoch kaum aufziehen können, da kann selbst Tobin Bell als vogeliger Verwalter mit Hang zu morbiden Späßchen und ausgestopften Tieren kaum etwas ausrichten.

Hinzu kommen die furchtbar langweiligen Klischeefiguren, die auf weiblicher Seite zwar regelmäßig nackte Haut präsentieren (schon aufgrund diverser Prüfungen zur Schwesternschaft), auf männlicher aber nur ans Fummeln denken und außer Bier und Ecstasy rein gar nichts im Kopf haben.
Weil es für den „Kern“ der Handlung von Nöten ist, wird noch ein wenig in der Familienvergangenheit gestöbert, auch mal eine Gestalt wahrgenommen, doch außer Abhängen der langweiligen Figuren geschieht einfach nichts.

Demgegenüber hat man schon spektakulärere Ableben gesehen, auch wenn die Durchteilung mit einer Axt schön unvermittelt einsetzt, können die Gewaltmomente kaum überzeugen, zumal diese recht spärlich ausfallen.
Auch das Antlitz der Dämonenfrau erscheint alles andere als spooky, denn diese ist deutlich als einfallslose Schrumpelmaske auszumachen, dazu kommen ausgelutschte Ideen für Schockmomente, wie Blut aus dem Wasserhahn, eine Schlange in einem Regal oder eine Gestalt hinter einer Frau im Bad, - kennt man alles, meistens wesentlich effektiver in Szene gesetzt.

Auf darstellerischer Seite fügen sich die Mimen ihrem Schicksal der oberflächlich ausgestatteten Figuren und agieren fast durch die Bank lustlos, wozu auch diverse Holzkopf-Dialoge beitragen, die das Niveau des Geschehens nicht unbedingt anheben.
Ferner fehlt dem Ganzen jede Form von Humor, selbst ein Augenzwinkern sucht man vergebens.

Am Ende kann nicht einmal die Wahl der Kulisse überzeugen, - von der Wüste schimmert kaum etwas durch, während das Haus schlicht zu steril wirkt, um überhaupt Atmosphäre aufkommen zu lassen.
Mit alledem kann selbst ein Freund von Fließband-Slashern kaum warm werden, denn dem Streifen gelingt es selbst gegen Finale kaum, Interesse auf sich zu ziehen, was fast schon einem Genickbruch gleich kommt.
Hier läuft auch außerhalb diverser Logiklücken nichts rund und wer dabei noch Spaß haben möchte, müsste seine Anforderungen schon sehr weit unten ansiedeln…
2,5 von 10

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