Review

Eins muss ich sagen: Ich bin etwas überrascht. Ich hätte nie erwartet das ausgerechnet Lou Diamond Phillips einen Erotikthriller dreht und in diesem auch prompt die zweite Hauptrolle übernimmt, was natürlich mit einschließt das er sich vor der Kamera entblößt. Zudem ist sein Film gar nicht mal schlecht. "Dangerous Touch" ist zwar kein zweiter "Sieben" oder "Schweigen der Lämmer", spannend ist er aber definitiv.

Lou Diamond Phillips hat nicht nur Regie geführt, er krallte sich auch die Rolle des Bösen. Er spielt einen komischen Kautz namens Mick, einen Gangster. Der ist ganz schön mies drauf, wenn auch nicht ganz so mies wie der fiese Mr. Stone, der ihn einst reinlegte, was dazu führte das er ins Gefängnis gesteckt wurde.

Mick ist unberechenbar. Zuerst verführt er eine sexsüchtige Seelenklempnerin namens Amanda. Er schwindelt ihr vor er habe ein großes Haus und kocht ihr dort ein nobles Essen. Frau Doktor fühlt sich zunächst geschmeichelt, bis der Typ aufkreuzt dem die Villa in Wirklichkeit gehört. Man könnte ja meinen das sie spätentens zu dem Zeitpunkt merkt das Mick vielleicht einer von der Sorte ist der man besser nicht traut, da sie ihren Sexualtrieb aber nicht richtig unter Kontrolle hat schläft sie weiter mit ihm. Was sie jedoch nicht weiß: Der Gauner hat mit einer versteckten Kamera ein Sexvideo von ihr aufgenommen, mit dem er sie erpresst. Das Band darf auf keinen Fall an die Öffentlichkeit gelangen, denn es ist zu sehen wie sie mit einer gefesselten Frau schläft. Die arme Amanda hat ein echtes Problem. Mick will kein Geld und zur Polizei kann sie auch nicht gehen, da er ja noch im Besitz des Videotapes ist. Die Frage ist natürlich wieso Mick das tut. Was will er? "Dangerous Touch" ist von Lou Diamond Phillips spannend inszeniert worden.

Mit Erotikthrillern ist das immer so eine Sache. Zumeist handelt es sich um belanglose Sexfilmchen bei denen kein Fünkchen Spannung aufkommt. "Dangerous Touch" ist keiner von der Sorte. Lou Diamond Phillips hat seinen Film zwar mit einer Priese knisternder Erotik gewürzt, aber er hat es nicht übertrieben. Anstatt sich nur auf langweilige Eroikszenen zu beschränken konzentrierte er sich auf Story und Spannung. Die Sexszenen kann man an einer Hand abzählen.

Respekt!

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