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Der Trailer sah wirklich gut aus, das war im letzten Jahr. Nun gibts den neusten Emmerich - Buster auf DVD. Warner wusste schon warum er im März lief, denn der Film gereicht dem großen kommerziellen Hollywoodkino kaum zu Ehre. Emmerich ansonsten ein begnadeter Handwerker, der seine Werke immer mit Prunk und Schick veredelte, versagt bei einem Werk was diesmal nicht in der Zukunft spielt. Man denkt bei dem Setting an "Apocalypto (nur ohne OMU, explizite Gewalt und einen Hang zu historischer Genauigkeit), "Stargate" (ohne Tor, Kurt Russell und Aliens") oder Jurassic Park ("Tiefgang nebst guten Effekten ade) und "Es war einmal das Feuer ("Realistischer Blick in die Steinzeit"). Nun ja, Emmerich liefert eher klebriges Popcorn ab, denn sein Film beugt sich bis zum peinlichen Ende den gegebenen Gesetzen Hollywoods, damit man mehr als 100 Mio. $ an den Kinokassen in den USA generieren kann. Leider lief der Film schlecht und insgesamt trotz komischerweise viele positiver Kritiken, ist dies sein schlechtester Film seit Langem. Die Handlung ist ein belangloser Nonsens, der immer lächerlicher wurde als man schließlich in der Stadt des großen Herrschers ankam, der wie eine tuntige Tunte rüberkam. Die Darsteller sind allesamt nett anzusehen, mehr aber auch nicht. Schauspielerische No - Names ohne wirkliches Talent oder Überzeugungskraft mit strahlend weißen Zähnen und Muckis. Ob der Film nun 75 oder 130 Mio. $ gekostet hat, merkt man kaum, denn auch die Kreaturen bis auf die Mammuts, die sehen wirklich glaubwürdig aus, sind schale bis miese CGI - Bits. Der ach so furchtbare Säbelzahntiger sieht eher aus wie unser Bubu und der ist trotz seines kindlichen Alters furchterregender als dieser dünne und überflüssige Pappkamerad. Außer Marketing strategischen Gründen bringt der Säbelzanhtiger nix zum Verlauf des Films bei, denn es gibt keine einzige Kampfszene mit ihm. D´Leh macht lieber einer auf "Der mit dem Säbelzahntiger" tanzt. Die Killerdodos sind auch der letzte Lacher, denn auch sie kommen kurz vor, fressen ein paar böse Buben und eh man sich versieht sind sie auch wieder weg. Emmerichs Sparpolitik hat diesmal dafür gesorgt, das die Effekte rar gesät und bei weitem nicht so spektakulär sind, wie einst in seinem Klassikern der Zerstörung "ID4", "Godzilla" und "The Day After Tomorrow". "10.000 BC" eignet sich nichtmal für einen launigen Abend bei Bier und noch mehr Alk, denn er verliert sich in unnützen, sinnentleerten Dialogen und die Action kommt nie in die Gänge, da gibt es bei manchen Boll - Filmen mehr zu gucken. Der Film entstand aus einem reinen Marketing - Gag, denn so schnell wie er herum ist, obwohl er sich zieht wie Kaugummi, so schnell hat man ihn wieder vergessen.

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