Hitman the Movie 2007
Xavier Gens der hier als Regisseur fungiert, wurde bekannt durch einen kleinen brutalen Horrorfilm mit Namen: Frontière(s) dieser zeichnete sich hauptsächlich durch menschenverachtende Brutalität aus.
Bei Hitman bekam man ja schon vorab so einiges zu hören:
Xavier Gens wurde zu starker Blutverlust vorgeworfen und so verlor er dass Recht am Endschnitt.
Herr Olyphant betätigte in einem Interview dass unter der Leitung von Nicolas de Toth mehrere Szenen nachgedreht worden sind. (Nicolas de Toth macht sich einen Namen, indem er Regisseur Wiseman half einen PG-13 Schnitt für Die Hard 4 anzufertigen).
Nicolas de Toth unterstützte Gens nicht, sondern ersetzte ihn und fertigte den vorliegenden Endschnitt an. Fox dementierte erst mit Ihrer Marketing Maschinerie, aber durch dass erwähnte Interview dass Mr. Olyphant der Presse gab, sagt etwas anderes aus.
Gesehen habe ich Hitman in einer Double Feature Vorstellung, zusammen mit Shoot em up als Vorprogramm am Flughafen von NY. Während die Stimmung beim Vorprogramm superb war, blieb bei Hitman nichts davon übrig. Ich habe selten ein Publikum gesehen, was so schnell von 300 KM/h auf 25 KM/h abgebremst worden ist.
Hitman will großes Action Kino sein, kommt aber nicht aus dem untern Mittelmaß heraus. Gens klaut und kopiert was dass Zeug hält. Es wird heftig bei XXX, Bourne Verschwörung, Bad Boys I & II, Bad Company geklaut, selbst Uniformen aus dem PS2 Spiel Killzone - bzw. Jin-Roh die Wolfsbrigade.
Nicht eine einzige Szene ist eigenständig!
Die nette Hure ist die Argento aus XXX. Der Bruder des Präsidenten sieht aus wie der Bösewicht aus XXX. Der Shootout im Klub erinnert stark an Raw Deal (City Hai).
Was bei Shoot em up hochachtungsvoll und vor allen Dingen Liebevoll als Satire zitiert wird, verkommt bei Hitman zur billigen Kopie. Ferner ist dass Drehbuch alles andere als Kohärent.
Immer wieder wird der Zuschauer vor den Kopf gestoßen. Ohne Geld, halb bekleidet und Schuhlos auf den Strassen von Paris, NACHTS neue Kleidung zu bekommen? Für den Hitman kein Problem!
Im der Bahnhof Szene hat er innerhalb von wenigen Sekunden sich mit einer russischen Uniform bekleidet, diese wurde Ihm von der Enterprice auf dem Leib gebeamt.
Die Schwertkampf Szene in der U-Bahn - erstens Crying Freeman lässt grüßen - und zweitens hat er wohl sein Messer / Schwert da heraus gezogen, wo Herr Walken seine goldene Uhr versteckt hatte.
Andauernd fragte ich mich, während der Film vor meinen Augen vorbeirauschte, was dass überhaupt mit der namesgebenden Spielereihe zu tun haben soll. Außer 47 natürlich.
Alle Figuren generisch und nicht einer der Charaktere erreicht emotional den Zuschauer. Mr. Olyphant ist am besten wenn er schweigt und handelt. Die Dialoge zwischen Ihm und Olga Kurylenko sind nur peinlich und wirken wie aufgesetzt. Das dänische Urgestein Ulrich Thomsen muss eine üble Milosewitsch Karikatur mimen und versucht dass beste aus der Rolle zu machen, aber auch seine Schauspielkunst verpufft ins Leere.
Ein Film der verpassten Möglichkeiten, der einen Platz neben: Mario Brothers, Double Dragon, Mortal Kombat usw. verdient hat.
Als ich dass Kino verlies waren meine Gedanken bei Shoot em up und seinen kranken Ideen und Hommagen, Hitman hatte ich in der ersten Sekunde des Abspanns schon vergessen.
Traurig - 70 Millionen hat dieses Machwerk gekostet.
Wenn ich daran denke dass das El Mariachi 20.000 Dollar gekostet hat und diesen Film um längen schlägt...