Als ich hörte das Hitman verfilmt werden sollte ging mir gleich ein Name durch den Kopf: Uwe Boll. Ich dachte mir:"Schon wieder eine Videospielverfilmung die es zu nichts bringen wird aber alles wendete sich ein wenig zum guten als ich erfuhr das Hitman nicht von Uwe Boll produziert wird. Also stand für mich fest das ich mir den Film ansehen werde.
Gesagt, getan und ich ging kurz nach Kinostart ins Kino. Ich sah den Film mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits kannte ich die Spiele und mich hat keines von ihnen gefesselt aber ich hatte teilweise meinen Spaß daran als Auftragskiller 47 kreativ meine Aufträge zu erfüllen. Der Film beginnt. Ersteinmal sieht man den Ort woher Agent 47 stammt und man bekommt auch ein wenig von der Hintergrundstory des Hauptcharakters mit dies dauert so ca. 5 Minuten bis der eigentliche Film beginnt. Doch der Film beginnt nicht wie ich es mir gedacht habe sondern fängt gleich am Ende an. Spontan erinnere ich mich an Sin City die verschiedenen Storys der einzelnen Charaktere. Aber nach 10 Minuten bekommt man den richtigen Anfang des Films zu sehen. Man merkt sofort das bei der Produktion nur teilweise auf die Spiele zurückgegriffen wurde. Deutlich merkt man es an der erzählweise des Films denn es wird alles wie in den Missionen der Spiele erzählt. Trotz alledem fühlte ich mich recht unterhalten von den ersten Minuten von Hitman.
Es wird viel geschossen, viele Explosionen. Jetzt fühl ich mich wirklich von der Spieleserie regelrecht im Stich gelassen, denn Hitman tötete seine Gegner hinterlistig und nciht einfach indem er Frontal auf sie draufballert. Das ist einfach nicht sein Stil. Aber mir gefällt es. Jetzt könnte man dem Film mal eine Verschnaufspause gönnen doch es geht im Sekundentakt mit dem Töten weiter. Noch etwas das mich nicht an die Spiele erinnert: Hitman kämpft mir 2 Samuraischwertern on Moskau am Bahnhof gegen ein paar Klone von ihn. Das gab es auch in den Spielen nicht, aber es ist trotzdem unterhaltsam.
Teilweise verstehe ich nicht ganz das denken der Produzenten denn in einer Szene sagt der russische Polizeichef das alle Bahnhöfe und Flughäfen in Russland von der Polizei abgeriegelt sind und somit hat 47 keine Chance aus Russland fliehen zu können. Doch Sekunden später ist Agent 47 in Istanbul. Wie geht das bitteschön? Kann 47 jetzt zuabern oder sich zu einem anderen Ort teleportieren? Das war mein persönlicher Storytiefpunkt im Film.
Am Ende des Films wird noch einmal ein wahres Action-Feuerwerk gezündet das aber ebenfalls nicht der Spielserie zu entnehmen ist. Es ist zwar recht originell gemacht aber passt einfach nicht zu dem Stil von Hitman. Jetzt sieht man noch einmal die 5 Minütige Szene vom Anfang des Films und man ist nun normalerweise aufgeklärt. Doch das offene Ende des Films lässt auf einen 2. Teil schließen.
Fazit:
"Hitman - Jeder stirbt alleine" ist ein sehr unterhaltsamer und bleihaltiger Film für Erwachsene. Man sollte sich den Film aber nur ansehen wenn man auf eine gute und logische Story verzichten kann und auch nur wenn man die Spiele nicht kennt bzw sie nicht gut findet. Dann lohnt sich auch wirklich der Kinobesuch. Alles in einem ist Hitman seiner Videospielverfilmuing nicht treu geblieben aber immerhin viel besser als die lausigen Verfilmungen von Dr. Uwe Boll. Für mich war es sehr sehr unterhaltsam aber nur weil ich die Spiele niicht besonders mag!
Punkte:
Insgesamt 7/10