Review

Vorab möchte ich gleich mal sagen, das ich das Buch nicht gelesen habe. Was ich auch nicht bereuen werde, nachdem was uns der Film liefert. Was hier Regisseur Frank Darabont uns zeigt, geht schon stark an die Grenze des ertragbaren. Mittlerweile sein dritter Film, der auf einen Stephen King-Roman basiert. Nach zwei hervorragenden Filmen wie „Die Verurteilten“ und „The Green Mile“, folgt nun ein Versuch einen apokalyptischen Horrorfilm zu erschaffen. Aber wie wir sehen, ist das nicht so leicht und kann schnell in die Hose gehen.

Alles beginnt mit einen Unwetter, und einer erscheinenden Nebelbank am Horizont.. Noch alles recht harmlos. Darauf Hamsterkauf im Supermarkt. Währendessen alle im Supermarkt sind, kommt auch schon der Nebel und schließt sie ein. Überlebender schafft es gerade noch sich in den Supermarkt zu retten und erzählt von einer Kreatur. Soweit zur Vorgeschichte, der Film wird gut aufgebaut und wird auf das nächste kommende Ereignis hingeführt, und dies nicht einmal so schlecht. Ein bisschen Spannung, aber noch nicht zu viel, so das ein kleiner Spannungsbogen aufgebaut wird. Man lernt das Leben des Hauptdarstellers etwas kennen, der nichts aufregendes z machen hat.

Nun sind alle gefangen. Und das rätseln beginnt, um den geheimnisvollen Nebel. Einer schaut ins Lager ein geheimnisvolles Geräusch am Rolltor. Aber keiner glaubt ihn. Dann der erste Tode, durch ein riesengroßes Krakenmonster, wobei man nur die Kraken sieht. Die wo es gesehen haben, versuchen den Rest davon zu überzeugen, die es aber nicht glauben wollen. In diesen Teil spritzt dann auch schon das erstemal Blut. Der Spannungsbogen, spannt sich weiter, aber noch nicht so weit, das man sich fürchten kann. Deshalb dieser Teil nur Mittelmäßig.

Sie versuchen den ersten Mord den anderen zu erklären, aber schon gibt es auch den ersten Zweifler. Der alles für einen billigen Scherz hält, aber auch nicht ins Lager gehen möchte um die Blutspritzer anzusehen. Er versucht eher die anderen Menschen aufzuhetzen. Dies wird meist mit vielen und vor allem langen Dialogwechseln, und zu Teil auch langen Monologen geprägt, was nach einiger Zeit den Spannungsbogen etwas lockert und den Film langatmig macht.

Dann wollen sie sich verbarrikadieren, indem sie Hundefuttersäcke vor die Fenster schlichtet. Wobei man sich fragen muss, ob das viel Sinn hat bei solchen Riesenmonster .Eine kleine Gruppe Zweifler geht in den Nebel. Diese kommen auch nicht mehr zurück. Dieser Abschnitt ist ziemlich vorhersehbar, weil jeder damit rechnet das die kleine Gruppe nicht zurück kommt. Film bleibt weiterhin auf einen noch niedrigen Niveau. Ab hier kann man sich dann auch schon mal langweilen. Denn der Nebel hat zwar etwas geheimnisvolles aber nichts schreckenerregendes oder grauenhaftes.

Dann bricht die Nacht herein und erste Monster oder Kreaturen tauchen auf. Es sind Übergroße Heuschrecken und andere komische Viecher, die die Menschen angreifen. Diese durchbrechen ziemlich schnell das Fenster und dringen in den Laden ein. Diese wollen sie mit „Feuerwischmops“ verdrängen. In diesen Teil wird es das erstemal richtig actionreich und blutig. Es wurde richtig gut in Szene gesetzt und die Spezialeffekte sind auch nicht besonders schlecht. Hier wird auf wenig Dialog gesetzt sondern eher auf Gekreische und Geschreie, um den Angstzustand zu erhöhen.

Die erste Nacht ist überstanden, mit einigen Verlust. Und nun, ab diesen Zeitpunkt, ist der große Auftritt der Bibel-Tussie. Die mit ihrer religiösen Sicht alles auf Gottes Werk zurückführt und die Menschen aufhetzt. Und dies geschieht in sehr sehr ..... langen einsamen verzweifelten Monologen, die den ganzen Film vernichten. Und von da an ist der Film weder spannend noch sehenswert, schon fast Nervraubend.

Dann geht eine kleine Truppe nach draußen, um in die nahe gelegene Apotheke zu gehen. Dies schaffen sie auch. Doch dort erwartet sie ein Alptraum. Mit Verlusten, schaffen sie auch den Rückweg. Hier findet der Film wieder etwas in seine ruhige Spur zurück Wird spannend, actionreich und interessant. Weil: Bibel-Tussie ist nicht anwesend in diesen Szenen.

Kaum im Supermarkt zurück, wird es wieder laut, und die Bibel-Tussie hat es soweit gebracht, den größten Teil, der Leute für sich zu gewinnen. Und weil sie es so verlangt, wird ein Menschenopfer gebracht. Hier wird es leicht tragisch, wegen der Opferung. Aber mehr hat dieser Abschnitt auch nicht zu bieten. Er wirkt auch nicht emotional oder ergreifend. Hier werden eindeutig zu wenig Gefühle berührt.

Die kleine nicht religiöse Gruppe will fliehen. ABER, wer steht im Weg, genau die Bibel-Tussie. Als es dann zum Handgemenge kommt, fallen zwei erlösende Schüsse, die obengenannte Person stirbt. Ein raunendes „Dankeschön“ ging ungelogen durchs Kino. Ab da an war der Film auch wieder zumutbar. Diese plötzlich apokalyptische Stille war ein Traum. Der Film gewinnt an Spannung zurück und führt uns Richtung großen Finale. Wobei „groß“ etwas übertrieben ist.

Beim Schluss, hab ich mit so etwas gerechnet, verraten tue ich mal nichts aber ich find ihn einfach nur Scheiße. Nachdem Film hab ich erst mal getrauert, um mein schönes Eintrittsgeld. Der Film war es nicht wert. So viel mal kurz zum Inhalt inklusive Stellungsnahme. Ich hätte weitaus mehr schreiben können, aber ich weiß nicht worin das geendet hätte, gute Szenen/Teile hätte es sowieso keine mehr gegeben.

Dann wollte Regisseur Darabont den Film noch drastischer/dramatischer machen, also was muss her, ein kleines Kind. Mit diesen Faktor hat er aber nichts erreicht. In denen Szenen wo der kleine Junge auftaucht, ist der Film meist harmlos. Und das verängstigte Kind ist nichts weiter als ein Versuch den Film noch schlimmer zu machen. Aber leider ohne Erfolg.

Die Location: Der Supermarkt. Es ist ein guter Schauplatz, aber man hätte eindeutig mehr daraus machen können. In den meisten Szenen wirkt der Supermarkt harmlos und bietet wenig Platz für hinterhältige Tücken. Obwohl es hier genug Möglichkeiten geben würde, es passiert nichts im Supermarkt. Nicht einmal eine Schachtel, die auf mysteriöserweise aus den Regal fällt, um zusätzlich Spannung auf zu bauen.

Schauspielerisch auch etwas enttäuschend, allen voran Thomas Jane („The Punisher“), der hier als Hauptdarsteller in manchen Szenen recht billig wirkt. Er spielt den coolen Typen, der aber doch hilflos ist, der alles unter Kontrolle haben möchte/sollte, aber es ihn nicht gelingt.

Fazit: Wenig Grusel, wenig Horror, wenig Action und noch weniger Spannung. Ein sehr enttäuschender Film. Man wartet vergebens auf etwas, das nicht kommt. Ein Horrorfilm ohne Nervenkitzel. In meinen Augen für FSK 16, ein recht blutiger und zu Teil auch recht brutaler Film. Am besten, wir verdrängen ganz schnell diesen Film.

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