Review

Ich habe lange darauf gewartet das diese (Kurz)Geschichte von Stephen King verfilmt wird (wir wissen ja das King Verfilmungen nicht immer das bringen was sie sollen, denn einige seiner Werke sind wirklich "echter" Horror und das wurde leider nicht immer adäquat umgesetzt) aber das Warten hat ein Ende, Frank Darabont, Regisseur des genialen Shawshank Redemption, hat es vollbracht und nach langer Zeit läuft wieder einmal ein klassischer fast "Lovecraftscher" Horrorfilm über meinen Bilschirm (die US-DVD ist über alle Zweifel erhaben) in dem mal zur Abwechslung keine jungen Teenies gefoltert und dezimiert werden..:)

Sehr eng hält sich Darabont an die Vorlage und katapultiert den Zuschauer ziemlich schnell in die Geschehnisse rund um einen mysteriösen Nebel der sich nach einem Sturm über eine Kleinstadt in Maine (wo sonst) legt und eine Gruppe von Menschen in einem Supermarkt einschließt die gerade dabei ist sich mit diversen Dingen einzudecken die während des Sturms kaputt - oder verloren gegangen sind. Darunter finden wir:
Den Vater und Helden (zweiteres ist er aber definitiv nicht), den Sohn, den arroganten, ungläubigen Anwalt und Nachbarn, ein paar Lehrerinnen, ein paar Supermarktangestellte (darunter ein kleiner Held), eine völlig Verrückte Dienerin Gottes (sorry kann ich nicht anders beschreiben) und ein Haufen Statisten...; diese werden Sück für Stück vorgestellt und eingeführt bevor sich das Grauen über sie legt ,denn dies ist natürlich kein gewöhnlicher Nebel, in ihm lebt das absolute Grauen, Kreaturen aus dem "Lovecraft" Universum, die Fauna aus einer anderen Dimension, nichts was irgendwer als Haustiere haben möchte.

Darabont hat in diesem Film eine tolle Atmosphäre geschaffen die den Film in keiner Sekunde langweilig macht, auch kommt der Film fast völlig ohne Soundtrack aus (mir wär zumindest nur selten Musik aufgefallen), er stellt den Zuschauer und auch die "im Supermarkt Eingesperrten" vor nackte Tatsachen ohne wirklich aufzuklären warum, wieso und woher der Nebel samt seinen Bewohnern eigentlich kommt (ist auch im Buch nicht anders), zu späterer Zeit bekommt man natürlich eine Lösung geboten, was da aber ganz genau passiert ist erfährt man nicht.
Im Laufe des Films entwickelt sich das Geschehen in unterschiedliche Richtungen, die Eingeschlossenen spalten sich in unterschiedliche Lager und natürlich fehlen auch diverse Angriffe von Spinnen- und Tentakelartigen Ungeheuern sowie von anderen Monstern nicht.(mehr will ich nicht verraten) Blutig und ekelig geht es da zur Sache, verliert sich aber nicht in selbstzweckhafte Gewalt sondern erzeugt zeitweise ein wirklich ungutes und apokalyptisches Gefühl und eine Welt aus der es anscheinend kein Entkommen mehr gibt. Das wirkt sich natürlich auch auf die Menschen im Supermarkt aus und so kommt es zu diversen Auseinandersetzungen bis hin zur fast völligen menschlichen Katastrophe (ich sag nur verrückte Gottesdienerin).
Das Ende weicht dann vom Buch ab und kommt wie ein Schlag in den Magen, für mich einziger Kritikpunkt denn das Ende der literarischen Vorlage hätte mir besser gefallen aber was solls...

Alles in allem die definitiv beste King Verfilmung neben Shawshank Redemption und Room 1408, sollte man auf jeden Fall gesehen haben. Von mir gibt es 9 von 10 Punkte für einen der besten Horrorfilme der letzten Jahre.
mfg Kronk

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