The Mist
Nach "The Shawshank Redemption" und "The Green Mile" drehte Frank Darabont wieder einen Film, der auf einem Roman bzw. Kurzgeschichte von Stephen King basiert. Nur diesmal versucht er sich im Horror-Genre und nicht an einem Drama. Und es ist ihm durchaus gelungen, einen überdurchschnittlichen Horrorfilm abzuliefern.
Nach einem Sturm zieht ein mysteriöser Nebel in einer amerikanischen Kleinstadt auf. David Drayton befindet sich grade mit seinem Sohn in einem Supermarkt, als ein blutender Mann in den Supermarkt gerannt kommt und behauptet, Kreaturen kämen aus dem Nebel. Die Gruppe beginnt sich im Supermarkt zu verschanzen. Nach kurzer Zeit gibt es den ersten Zwischenfall und die Gruppe teilt sich in 2 Lager. Die einen versuchen das Ganze rational und logisch zu erklären und suchen nach einer Lösung, während die anderen sich in religiösem Fanatismus stürzen. Und draußen im Nebel wartet immer noch das unbekannte Grauen.
Die Atmosphäre des Films ist sehr düster, das Szenario schnell etabliert. Die Handlung bleibt dicht an den Figuren. Da ist z. B. David, der seinen Sohn beschützen will und der als Identifikationsfigur für den Zuschauer dient. Aber noch andere Figuren ragen aus der Gruppe heraus. Die fanatische Mrs Carmody, die die Gruppe mit Ihren Predigten spaltet und es sogar fertig bringt, dass ein Mensch geopfert wird. Die Spannung ist stets hoch, nicht nur durch die äussere Bedrohung durch die Monster, sondern vor allen Dingen durch die Innere.
Die Gore-Effekte sind sehr explizit. Darabont zelebriert fast schon das Ableben seiner Figuren. Verbrennungen, Kopfschüsse oder ein abgetrennter Torso. Man merkt, dass er sichtlich Spaß dabei hatte. Die Monster sind zwar nett anzusehen, aber man merkt sofort, dass sie dem Computer entsprungen sind. Das i-Tüpfelchen auf dem Ganzen ist natürlich das Ende des Films, dass komplett Hollywood untypisch daherkommt und deshalb dem Zuschauer im Gedächtnis bleiben wird: krass, brutal und einfach folgerichtig.
Fazit
„The Mist" ist ein überdurchschnittlicher, sehr spannender Horrorfilm, der durch das krasse Ende dem Zuschauer im Gedächtnis bleiben wird. Negativ anzumerken ist eigentlich nur die als solche zu erkennenden CGI Effekte. Trotzdem ist der Film jedem Horrorfilmfan ans Herz zu legen.
7,5/10