Ein kleines Dörfchen an der Küste von Maine wird ohne Vorwarnung von einem unheimlichen Nebel heimgesucht, in dem sich mörderische Kreaturen tummeln. Einer bunt zusammengewürfelten Truppe von Überlebenden gelingt es, sich in einem Supermarkt zu verbarrikadieren. Erschwert wird die verzweifelte Situation durch die anwesende Mrs. Carmody, eine religiöse Fanatikerin, die den Angriff als Zorn Gottes wertet und dafür plädiert, den Allmächtigen mit einem Menschenopfer zu besänftigen. Als immer mehr Menschen sterben, schlägt die Stimmung zu ihren Gunsten um.
Die Verfilmung einer Stephen King Geschichte, dazu noch das klassische John Carpenter Szenario, ein Haufen Menschen sind auf engem Raum eingeschlossen und von einer tödlichen Gefahr umringt, da sollte sich doch ein schönes Filmchen drumherum drehen lassen. Rausgekommen ist dabei aber ein besserer Fernsehfilm inklusive der nicht rausgeschnitten Schwarzblenden für die Werbepausen. Man kann beinahe mit der Stopuhr danach gehen, es gibt eine Actionszene für wenige Minuten, danach folgt entweder eine schmachtige oder schwülstige Dialosequenz, dann wieder Action usw, Aus dem klaustrophobischen Grundszenario hätte man deutlich mehr herausholen könne, zumal ca 85 % des Films in eben diesem einen Kaufhaus spielen. Besonders lästig waren dabei zum einen schauspielerisch der kleine Rotzbalg der den Sohn des Helden spielt, der gar nichts kann außer ca 25 mal "ich will zu meiner Mami" flennen, zum anderen vom Filmcharakter her diese religiöse Tussi, die es schafft nun wirklich jedem bereits seit ihrer ersten Szene jedem Zuschauer gewaltig auf den Sack zu gehen. Gut, das ist vom Drehbuch her gewollt, aber diese Blinse hat dermaßen viel Screentime, das man gerne in den Fernseher springen und ihr eigenhändig die Augen auskratzen möchte. Auch die anderen Charaktere machen fast immer genau das idiotischste, was man in der jeweiligen Situation tun könnte, aber das kommt schon fast wieder amüsant herüber. Verwirrend auch die Anzahl der Darsteller, anfangs meint man das vielleicht so 20 Leutz im Laden sind, während es am Ende gut und und gerne ca 50 sind, dafür kann man sich aber auch gemütlich hinsetzen und fragen welcher der vielen Nebencharaktere als nächstes entsorgt wird, denn gestorben wird viel. Um auch mal was positives zu sagen, die CGI geht eigentlich ganz in Ordnung und die Schauspieler machen einen ganz guten Job. Besonderes Komplinent auch für das Finale, also ein dermaßen sarkastisches und bitterböses hab ich wohl noch nie gesehen, Gratulation an Stephen King, da hast du noch mal richtig einen rausgehauen Stevie.
Insgesamt halten sich jedoch Licht und Schatten in etwa die Waage, hier wäre aber bedeutend mehr drin gewesen.
5/10