Review

Unglaublich aber wahr - hier ist der Film, DER FILM, der es geschafft hat, die miese Taucher-Farce "Open water" von Platz 1 der Riesengurken, vom Thron der schlechtesten Filme aller Zeiten zu stoßen! Dass ich DAS noch erleben darf! Danke Frank Darabont, danke Thomas Jane, danke an all die anderen Zombies, die ohne einen Funken Verstand "ja" gesagt haben müssen, als es darum ging, diesen Hirnschiss von Film zu realisieren. Gott würde ich mich schämen, wenn mein Name dort im Abspann in den Credits auftauchen würde.

Aber der Reihe nach, natürlich möchte ich auch in ganz kurzen Stichworten skizzieren, warum ich eigentlich so aufgebracht und unwillens bin, an diesem Film auch nur ein gutes Haar zu lassen.

Mann+Sohn - Supermarkt - Nebel - Tote - Kreaturen - Angst - Gott - religiöse Fanatikerin - Opfer - Tote - Kreaturen - Angst - noch mehr Tote - Kreaturen - Angst - und dann das Beste, wie immer bei solchen Filmen: Alles umsonst. Dann - Ende. Na hallelujah. Und Gott sei Dank!!!

Schlechte Schauspieler, zahlreiche B- bis C-Darsteller (Sadler, Holden etc.), Thomas Jane am gefühlten Tiefpunkt seiner Karriere. Die Story, hinlänglich bekannt durch andere Reviews sowie obige Skizzierung (hahaha), zieht sich zäh über die unglaubliche Spielzeit von über 120 Minuten. Und ist dazu einfach nur schlecht. Wer denkt sich bitteschön so einen abstrusen Firlefanz aus? Aber am ärgerlichsten an diesem kruden Mist ist die Tatsache, dass am Ende für Thomas Jane wirklich der "worst case" eintritt. Hätte man den Streifen nicht mit einem offenen Ende einfach in der Belanglosigkeit auslaufen lassen können? In den Nebel davonfahrender Jeep hinein ins "off", tiefsinnig-traurige Mucke an und Credits drüber, fertig?!? Meinetwegen hätte man danach noch eine Szene mit Militär und der Frau vom Anfang plus ihrer Kinder für den ach so tollen "Aha-Effekt" einbauen können. Hätte man so machen können. Hätte. Dann wäre ich jetzt vielleicht etwas versönlicher und der Film würde mehr Pünktchen (also mindestens zwei) einheimsen. Aber so...nee.  Da muss sich die Dramaturgie am Ende noch einmal überschlagen und den bis dahin erlangten kleinen Erfolg der verbliebenen Filmfigürchen (man ist bis hierher trotz zahlreicher widriger Umstände doch tatsächlich am Leben geblieben) ad absurdum führen. Alle tot. Oh weh. Und absolut tragisch. Aber vor allem mehr als ärgerlich. Und dann kommt wieder so ein Moment, wo man sich den Datenträger aus dem Abspielgerät wünscht, nur um das Ding in zwei Teile zu zerbrechen. Gut, dass ich diesem Meisterwerk des Schundkinos nur via TV-Premiere beiwohnen durfte. Kann ich RTL hierfür eigentlich verklagen? Hmmm...*grübel*

Dieser Film ist demnach also völlig überflüssig. Genau wie ich persönlich die Literatur (*g*) von Herrn King für völlig überflüssig und dazu noch vollkommen überbewertet erachte. Gut, dass ist sicherlich Ansichtssache, festigt in meinen Augen aber nur meinen Standpunkt zum literarischen Vorlagengeber und diesem desaströsen filmischen Machwerk.  Wer gibt mir nun die gut zwei Stunden verschwendete Zeit zurück? An wen kann ich mich da wenden? Na, da bleib ich wohl auf meinen Kosten sitzen. Gut, dass ich den Schalter umlegen kann, damit sich so ein ranziger Film nicht in mein Gedächtnis brennt.

Fazit: "The Mist" heißt es im englischen Original. Wie recht die Herren Filmemacher damit doch haben. Dieser Film ist wohlwahr der letzte Mist. Auf einer Skala von 1 - 10 würde ich dem Film eine -5 geben. Leider sind sowohl Negativbewertungen als auch 0-Bewertungen bei OfDb nicht vorgesehen. Demnach muss ich leider Gottes einen Punkt vergeben, auch wenn sich meine Tastatur sträubt und mein Bildschirm rebelliert, von meinem Magen ganz zu schweigen. So, muss dann mal schnell zum Klo, mich übergeben...

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