Review

The Fog - Nebel des Grauens war der erste Horrorfilm, an den ich mich erinnern kann. Hat uns als Kids ganz schön das Gruseln gelehrt. Vor allem deshalb, weil - wie es im Nebel nun mal so ist - kaum etwas vom eigentlichen Horror zu sehen ist. Auch heute ist dieser Film einer der großen Horrorklassiker, der mit seiner ruhigen Erzählstruktur Spannung aufbaut und durch das Nichtzeigen des Bösen die Fantasie des Zuschauers anregt.

Das funktioniert auch in The Mist - leider nur in den ersten Minuten. Denn rasch werden dem Zuschauer Tentakel gezeigt, die die Bewohner der kleinen Stadt bedrohen. Und schon wieder fühlte ich mich an einen (etwas kleineren) Horrorklassiker erinnert: ES. Denn auch in ES wird der Grusel durch das Zeigen des Monsters (Spinne) zerstört, der zuvor so wunderbar dank des Clowns funktionert hat.

Nachdem angedeutet wurde, was so in etwa in dem Nebel lauert, beginnt The Mist einfach nur zu langweilen. Das einzig aufrüttelnde ist die nervige Religionsfanatikerin, die in mir so viel Wut aufgebaut hat, dass ich den Film bis zum Ende schaute - auch, um zu sehen, wie ihr Lebenslicht ausgehaucht wird. Zum Glück, denn das Ende des Films hat es in sich. Es ist das absolut Beste des ganzen Streifens, was nicht nur daran liegt, dass der Rest so öde war.

An der ansonsten langweiligen Inszenierung haben auch einige blutige Szenen nichts ändern können, denn die Figuren bleiben eindimensional, folgen stereotypen Mustern und Spannung baut sich kaum auf.

Insgesamt ein durchschnittlicher Horrofilm auf TV-Niveau.

4/10

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