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Dass Stephen King-Verfilmungen immer ein besonderes Wagnis sind, weiß ja jeder. Allerdings haben Filme wie Shining, Christine, Dolores, Friedhof der Kuscheltiere, The Running Man, Misery, Die Verurteilten oder The Green Mile uvm. gezeigt, dass es durchaus funktionieren kann, wenn die Geschichte vernünftig umgesetzt wird. Der Nebel zeigt über weite Strecken leider wieder Gegenteiliges!

Eigentlich beginnt der Film vielversprechend: Ein Unwetter verwüstet die Kleinstadt Castle Rock und das Haus des Künstlers David Drayton (Thomas Jane) wird schwer beschädigt. David fährt gemeinsam mit seinem Sohn und seinem Nachbarn in die Stadt, um im lokalen Supermarkt ein paar Einkäufe zu tätigen und Materal für die provisorischen Reparaturen zu besorgen. Ein undurchdringlicher Nebel breitet sich in der gesamten Gegend aus. Eine Gruppe von Menschen verschanzt sich deshalb in dem Supermarkt, darunter auch David, sein Nachbar Brend und sein Sohn Billy. Das Grauen nimmt seinen Lauf...irgendetwas lauert in dem Nebel.

Die Story verspricht dem Zuschauer scheinbar jede Menge Spannung und einen hohen Gruselfaktor. Doch leider ist der Film nur leidlich spannend, denn sobald man weiß, was im Nebel lauert, verfliegt die Spannung und die Handlung flacht allmählich ab.

Über die Darsteller, das Setting und die Effekte möchte ich mich gar nicht sonderlich beklagen, denn die sind wirklich toll gemacht, jedoch gibt es eine Person, die ungemein nervt: Die religiöse Fanatikerin, die sich ebenfalls in dem Supermarkt verschanzt hat und die die Leute, aber auch den Zuschauer, allein durch ihre Anwesenheit total verrückt macht. Diese Person ist, zumindest meiner Meinung nach, total überflüssig und einfach nur fehl am Platz, denn einen triftigen Grund oder Sinn gibt es dafür nicht, dass diese Frau mit von der Partie ist. Spätestens wenn sie richtig loslegt, kann man eigentlich schon abschalten, denn sie quatscht Blödsinn ohne Ende und man freut sich nur noch auf das Ende des Films. Glücklicherweise passiert doch noch etwas, worüber man sich freuen sollte...

Insgesamt ist Der Nebel wieder der Beweis dafür, dass nicht alle King-Verfilmungen funktionieren können bzw. hin und wieder ziemlich überflüssig sind. Mehr als Durchschnittsware springt hier leider nicht raus, da die Handlung und das ganze Drumherum irgendwie nicht wirklich durchdacht wurden. Zu allem Überfluss hat der Film auch noch eine Laufzeit, die sich zieht wie ein Kaugummi. Einmal anschauen reicht vollkommen!

5 Punkte

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