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Die 70er. Rick führt eigentlich ein unbekümmertes Leben als Immobilienmakler. Doch bald findet er seinen tristen Familienalltag zu mohnoton und beschliesst mit seiner Affäre ein Wochenende in seinem Elternhaus tief in den Wäldern zu verbringen. Doch auf dem Haus lastet ein böser Fluch, wurden hier doch seine Eltern 1943 vor seinen eigenen Augen getötet. Schon bald wird er von seinen Träumen in den Wahnsinn getrieben, weiss nicht mehr was real und Vision ist und auch obwohl er immer wieder Ariel, seine Affäre tötet, erscheint sie immer wieder.

Mindfuckfilme haben immer ein schwerwiegendes Problem. Das liegt sicherlich immer darin, dass die Einführung in solche Filme schonmal dort verwirren, wo der Plottwist am Ende des Filmes alles herumreisst. Wie mein Vorredner schon sagte, scheint es als hätte sich der Drehbuchautor diese zwei Faktoren als erstes ausgedacht und den Mittelteil gnadenlos, mal eben so eingesetzt. Und so wirkt das ganze auch allzu gewollt, viele Erklärungen bleiben auf der Strecke, vorallem ist es anfänglich sichtlich langweilig, weil die einzigen Szenen, die Sexszenen zwischen Rick und Ariel sind. Bis dahin verläuft der Film noch ganz normal, bis ihn irgendwann Alpträume über seine Ehefrau plagen und Ariel dies bloss als Gewissensbisse hinstellt. Doch das reicht noch lange nicht aus, schon wird er von den Dämonen von damals verfolgt, die seine Eltern töteten und irgendwie in die Gegenwart gekommen sind. Wie auch immer, verwirrend ist das Ganze ohnehin, leider hat das wirklich so wenig Substanz und Spannung, dass man beim zweiten Mord an Ariel irgendwann aufhört sich wirklich darüber Gedanken zu machen, wer oder was hier wirklich existiert, wann wie Realität mit Traum und Wahn verschmelzen. Das warum und wieso bleibt dabei eh auf der Strecke, denn Ricks Recherchen in seiner Vergangenheit sind dabei genauso belanglos wie die Anspielungen auf gewisse Poe Zitate. So bleibt dann letztenendes nur die Sehnsucht nach ein wenig Gore, den man auch bekommt, aber das ganze leider so unexplizit, dass man bloss massig rote Brühe an die Wände spritzen sieht. Mir ist es wirklich schwer gefallen, dem Film sinnvoll zu folgen, denn wer mit falschen Erwartungen an einen solchen Film herangeht ist ohnehin verloren. Letztenendes vermute ich aber eher, dass das Drehbuch so chaotisch war, dass das Überlegen über die Story kein Pfifferling wert ist. Zumindest werd ich nächster Zukunft solche Mindfuckfilme meiden, war zum Beispiel Dark Corners auch kein leichter Happen. Am Ende erschliesst sich mir das Ganze nur als allzu belanglos, dass der mittlerweile an Demenz erkrankte Rick im Jahre 2006, davon in Kenntnis gesetzt wird, dass Ariel verschiedenen Persönlichkeiten waren, die er im Laufe der Zeit umbrachte. Das Haus seiner Eltern belastet mit einem Fluch, die Flucht dahin seine Affären auszuleben, die Flucht in eine Parallelwelt, in die er eintauchen konnte, aber das mag jetzt sicherlich genauso unschlüssig klingen, wie es auch ist. Not my cup of tea.

Fazit:
Verwirrend aber genauso belanglos. Belangslos daher, weil der Film inhaltlich sowie erzählerisch extrem auf der Strecke bleibt und letztendendes viel zu viel will

34%

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