Review

John Rambo!
- Die Story ist bekannt oder auch den anderen Reviews zu entnehmen, weshalb ich gleich zum Punkt kommen werde:
Mit "John Rambo schuf Sylvester Stallone in meinen Augen ein kleines, künstlerisches Meisterwerk! Nach den bereits drei bestehenden Teilen, war es sicherlich nicht einfach einen so guten vierten Teil zu produzieren.
Ein Film völlig frei von Klischees, ein Film der zeigen möchte wie schlimm es im Krieg zugeht, dass einem die Szenen richtig unter die Haut gehen und ein Stallone der Rambo nicht als Einzelkämpfer gegen den Rest der Welt darstellt, sondern ihm einen geordneten Platz zuordnet umhüllt von den restlichen Darstellern bzw Söldnern etc.
Bei dem Schluss wusste man nicht ob man weinen oder lachen soll, welcher es aber gekonnt schafft die Rambo Reihe in Würde ausklingen zu lassen.
Dass der Film so klischeefrei ist (Spoiler: Beispiel: und Rambo vielleicht nicht in Julie Benz seine große Liebe findet, wie vielleicht die typische Marnier gewesen wäre) mag zwar auf den ersten Eindruck etwas fehlend wirken ist aber auf das Gesamtbild von Sly meisterhaft gewählt!
Im Prinzip ist das der erste Rambo Film den man wirklich als einen "Kriegsfilm" oder von mir aus auch "Antikriegsfilm" bezeichnen bzw. würdigen kann. Denn hier geht es nicht um Rambo selbst, sondern um die wirkliche Brutalität eines Krieges. Und diese Massaker und Quelereien gibt es nicht nur in Burma, sondern gibt und gab es auf der ganzen Welt.

Zu den Negativ-Kritiken:
Ich denke es ist ja wohl absehbar, dass 80% der NEGATIVEN Kritiken an den Vorurteilen dieser Personen leiden (werden). Hierbei handelt es sich um Leute, welche zwar wissen was sie ungefähr erwarten wird, jedoch reingehen um Fehler am Film zu suchen und dann mit dem Finger auf den im Vorfeld sowieso schon belächelten Stallone zu zeigen.
Wenn jedoch ein Bruce Willis alias John Mc Lane nochmal im späten Alter auf Jagd geht und via moderner und unrealistisch wirkender Actionszenen zum Vorschein tritt, dann stört dies scheinbar niemandem. Nicht einmal die Story wird sonderlich in Betracht gezogen. Der Grund ist jedoch offensichtlich: "Die Hard 4.0 soll unterhalten und anhand der coolen Sprüche Mc Lanes aufleben". Aber ist dies wirklich ein passendes Gegenargument?
Diese Frage sollte sich im Anbetracht des von mir aufgestellten Vergleichs jeder selbst stellen.
Bevor ich in den Film "John Rambo" reinging, erwartete ich mir einen ähnlichen Film wie es der 3.Teil bereits war. Ja, ich war sogar im Vorfeld ein wenig enttäuscht, da ich dachte schon wieder dasselbe wie im 3.Teil ("Rambo´s Freund(e) werden entführt und er kommt um sie zu retten")
Doch der 4.Teil der Ära ist viel mehr als das und auch viel umfangreicher gestrickt! Es existiert hier keine Ein-Mann-Armee welche comichaft in der Gegend rumschiesst!
Stallone bzw. die Thematik schafft es nach "First Blood" (Rambo 1) endlich wieder ohne jegliche Klischees (!) auf das eigentliche Thema, auf erschütternder und hautnah realistischer Weise anzusprechen. Ich bin der Meinung mehr Potenzial hätte er der Geschichte gar nicht entnehmen können.
Und ich wiederhole gerne, Rambo 4 ist für mich ein wahres, kleines künstlerisches Meisterwerk. Ein Stallone, der anders ist als er es früher war und ein Stallone der hier alles andere als Mainstream ist!
Vielen Dank!

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