Nunmehr 20 Jahre nach dem letzten RAMBO Film hält der martialische Vietnamveteran wieder Einzug in die Lichtspielhäuser.
JOHN RAMBO
Kein geringerer als der Hauptdarsteller selbst (Sylvester Stallone) führte Regie bei diesem Kriegs-Actioner, der aufgrund der Verweigerung der Jugendfreigabe, ein hohes Maß an Härte, zu versprechen vermag.
Story:
Rambo ist sichtbar älter geworden und lebt zurückgezogen in Thailand. Er hält sich mit dem Einfangen von Giftschlangen über Wasser, bis jedoch ein Trupp missionierungshungriger Helfer ihn darum bittet, sie ins Krisengebiet von Birma zu führen. In Birma herrscht seit 60ig Jahren ein blutiger Bürgerkrieg und die muntere Truppe will den wehrlosen Dorfbewohnern, sowohl medizinischen als auch religiösen Beistand leisten.
Rambo lässt sich trotz großer Bedenken breitschlagen die Helfer ins Krisengebiet zu führen, doch wie erwartet, wird das Dorf indem die Helfer sind von sadistischen Militärs überfallen und ein Teil der Helfer wird gefangengenommen. Ein Trupp Söldner soll die als Geiseln genommenen Helfer befreien und das natürlich mit der tatkräftigen Unterstützung von Rambo...
Sylvester Stallone serviert dem nervenstarken Publikum eine schonungslose Schlachtplatte, die selbst die härtesten Genrefans dazu nötigt die Kinnlade Richtung Boden hängen zu lassen. Trotz der Zensurschere der deutschen Prüfstelle, die meines Wissens bei zwei Szenen angesetzt wurde, tut es der Brachialität und Erbarmungslosigkeit von JOHN RAMBO keinen Abbruch!
Schauspieltechnisch kann Sly, trotz markantem betagter seins, durchaus überzeugen. Stallone hat die Rolle des John Rambo par exellence verinnerlicht und kann trotz anfänglicher Anlaufschwierigkeiten, das Publikum für sich gewinnen. Die anderen Akteure nehmen in diesem Film nur eine marginale Rolle ein und fallen weder negativ noch positiv auf.
Action gibt’s in JOHN RAMBO überproportional viel und das auf einem sehr ansehnlichen Niveau. Hinzu kommt die schon oben genannte kompromisslose Darstellung der Gewalt. Hier scheut sich Stallone keineswegs die Gräueltaten des Krieges in seinen perversesten Facetten zu zeigen (Tötung von Kindern bspw.). Da mag wohl auch der bekannte Knackpunkt liegen: Eigennützige Gewaltdarstellung unter dem Deckmantel der Aufklärung oder ein ernsthaftes Interesse das Publikum mit den grausamen Fakten eines Krieges (mal wieder) zu konfrontieren?
Wie dem auch sei, JOHN RAMBO überzeugt und hinterlässt beim Zuschauer ein derb mulmiges Gefühl in der Magengrube!
Fazit:
Knallharter Kriegs-Actioner, der nichts für schwache Nerven ist. Sly kann selbst mit ein paar Pfunden und Falten mehr überzeugen!
10 Punkte