Review

Der Ruf eilt dem Film voraus und das Ergebnis kann diese Erwartungen auch vollstens erfüllen. Dutzende von explodierenden Menschen, zerplatzenden Köpfen, Folter, Genozid, abgehackte Gliedmaße, das volle Programm. Leider hab ich in dem Film weder eine Story noch Schauspieler entdecken können. Sly Stallone macht sich das Leben mal wieder einfach: In Ermangelung irgendeinen schauspielerischen Talents hat er sich entschlossen, einfach gar nicht zu spielen. Er sagt die meiste Zeit über nichtmal was. Soll wohl cool wirken, ist es aber nicht - maximal entlarvend.

Wenn ich den Versuch unternehme, den Beteiligten irgendeine Art von Ambition zuschreiben zu wollen, dann erinnert mich das ganze am ehesten an den Versuch, die Mentalität italienischer Kriegs-Exploiter aus den tiefsten 80ern (z.B. JÄGER DER APOKALYPSE) nachzuahmen - mit dem Unterschied, daß diese Filme zumindest irgendeine Art von trashigem Charme hatten, reine Unterhaltung ohne jegliche Message. JOHN RAMBO jedoch ist von äußerst zweifelhafter Moral durchtränkt, nimmt sich selbst bierernst und was unterm Strich übrig bleibt, ist einfach nur ein hirn- und seelenloses Z-Movie mit einem A-Budget. Überflüssige Volksverdummung.

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