Review

Die wohl bekannteste Ein-Mann-Armee aller Zeiten ist zurück. John Rambo!
Neben vielen neuen Mordinstrumenten hat er auch erfreulicherweise das 80er Jahre Actionkinofeeling im Gepäck. Selten habe ich mich wieder von einem Film in solchen Maßen mitreißen lassen. Doch fangen wir von Vorne an.

In Birma tobt ein schrecklicher und unmenschlicher Bürgerkrieg. Die Menschen in den Provinzen werden von einem grausamen Militärregime unterjocht. Frauen werden vergewaltigt, Kinder brutal ermordet und die Männer werden den Schweinen zum Fraß vorgeworfen. Trotz all dieser Zustände glaubt nun ein Hilfstrupp er könne die Lage deeskalieren. Überzeugt von ihrem Vorhaben wollen sie Rambo für sich gewinnen. Doch er ist von einer Friedensmission alles andere als überzeugt und rät der Gruppe vom missionarischen Einsatz ab. Später wird sich raustellen das die Lage nur mit Gegengewalt zu handhaben ist und darin ist unser John ein Spezialist. Allerdings zieht er diesmal nicht alleine durch die grüne Hölle. Er bekommt Unterstützung von einem Söldnertrupp...

Schon in den ersten Minuten war mir klar wohin der Film sich bewegen würde. Dem Zuschauer werden die Schrecken in ausführlichter Form serviert und wirken dabei sehr realitätsnah, verstörend und abstoßend. Weggesprengte Gliedmaßen fliegen im Sekundentakt und gerade die verstörenden Kindermorde dürften für so manchen Zuschauer eine Spur zu hart sein.
Eines steht schon mal ganz klar fest. Ein Mangel an Action ist bei dieser martialischen Schöpfung nicht zu beklagen.
Sylvester Stallone schlüpft in die Rolle seines Lebens und die verkörpert er wieder gewohnt kompromisslos. Wortkarg meuchelt er sich durch das endlose Grün und es macht Spaß dem Veteranen bei seiner Arbeit zuzuschauen. Wie ich schon erwähnt habe, stellt er sich aber nicht mehr ganz alleine dem übermächtigen Regime. Ein mehrköpfiger Söldnertrupp darf dem schweigsamen Zeitgenossen helfen. Während die Jungs schon einige Gegner über den Jordan blasen dürfen, übernimmt unser Herr Rambo allerdings wie gewohnt unangefochten den Löwenanteil der Abschüsse. Dies verdankt er vor allem einem stationären Maschinengewehr…
Neben dem hohen Bodycount durften auch wieder einige Explosionen bestaunt werden. Gerade die Claymore- Minen Explosion drückte einen in den Kinosessel als könnte man förmlich die Druckwelle spüren. Wahnsinn.
Wer keinen allzu tiefgründigen Antikriegsfilm erwartet ist hier genau richtig aufgehoben.

Unterm Strich hat Rambo IV meine hohen Erwartungen mehr als übertroffen. Die harten Actionszenen, eine düstere Kriegsatmosphäre und ein grimmig dreinschauender Sylvester Stallone garnieren eine Schlachtplatte der Extraklasse, die für jeden Actionfan ein absolutes Muss darstellt. Ein wirklich gnadenloser, gradliniger Streifen der das 80er Jahre Actionkino wieder in deinen Kinosaal bringt.

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