Endlich mal wieder gute alte Action. Wie schon in Hot Shots 2 Rambo 2 zu dem gewalttätigsten Film proklamiert wurde, so hat Sly dies mit Rambo 4 auch nun in der Realität bewiesen. 236 Tote in innerhalb von 80 Minuten sprechen eine deutliche Sprache.
Die Geschichte ist in einigen kurzen Sätzen schnell erzählt. John als einsamer Bootsfahrer, wird von einer christlichen Missionsgesellschaft angeheuert, sie nach Burma zu bringen, da die Freiwilligen den dortigen Menschen medizinisch helfen wollen. Natürlich herrscht Bürgerkrieg und die Missionare werden festgenommen. Nach einigem Hin und Her entschließt sich John zur Rettungsaktion und es geht mit ordentlich Geballer weiter.
Mit John Rambo 4 hat sich Sly wieder aus seinem Karrieretief gehoben und einen "old school" Actionstreifen produziert, der den Genrefans sicherlich gefallen wird. Es sei jedoch erwähnt, dass die Story - wie nicht anders zu erwarten - ziemlich dürftig ist und dass John eine Art "Liebesromanze" erfährt ist auch etwas kitschig und passt nicht ganz zu dem harten Vietnamveteran.
Enttäuscht war ich persönlich davon, dass wir in Deutschland trotz einer FSK 18 eine gekürzte Fassung zu sehen bekommen, wohin in Österreich die ungekürzte Version ab 16 Jahren freigegeben ist. Hoffentlich kann hier die DVD-Version abhilfe schaffen.
Die Schauspieler sind allesamt nur B-Movies und spielen ihre Rolle, der Story entsprechend, mehr oder weniger gut. Die Kulisse, das von Bürgerkrieg zerstörte Burma, ist auch leider nichts neues.
Fazit:
John Rambo ist ein ordentliches Actionhighlight, das auf die gute alte Schule setzt und die neuen Specialeffects ziemlich ausser Acht lässt bzw. nur in massigen Blutfontänen zum Einsatz kommt. Wer Teil I-III mochte wird auch seinen Spaß bei Teil IV haben.