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Der erste Eindruck nach dem Abspann war: Was für ein Gemetzel!! Nach ein paar Tagen hat sich diese Meinung eher gefestigt als gelöst. Natürlich darf man bei einem Rambo-Film keine Story geschweige denn Logik erwarten. Aber das, was da über die Leinwand flimmert, ist an Gräuel kaum zu überbieten und setzt in Sachen Gewalt im Kino wirklich neue Maßstäbe. Das der gealterte Filmheld Stallone so eine Brachialvorstellung gibt, muss einen Grund haben. Einerseits wollte er sich vielleicht wieder ins Gespräch bringen, da seine letzten Streifen (bis auf Rocky Balboa) an den Kino-Kassen alle gefloppt sind und ihre Premiere bestenfalls auf DVD erleben durften. Andererseits wollte er möglicherweise noch einmal so richtig aufdrehen und zeigen, wass trotz nachlassender biologischer Funktionen in so einem Haudegen noch drinsteckt. Von allen Rambo-Filmen ist dieser auf jeden Fall der Übelste, es sei denn, man besitzt die Fähigkeit, sich an solch übertrieben dargestellten Gewaltausbrüchen zu ergötzen. Ein derartiges Machwerk stellt die augenblicklich geführte Diskussion um Jugendkriminalität und Jugendgewalt ad absurdum. Wenn weiterhin Streifen in solchem Rahmen produziert werden, muss man sich über die Verrohung der Jugend - und letztendlich der Gesellschaft nun wirklich nicht wundern.

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