John Rambo
„When you are pushed, killing is as easy as breathing“
Nachdem Sylvester Stallone bekannt gab, dass er die Rocky und Rambo Reihe wieder beleben wollte, erntete er nur ein müdes Lächeln. Es wurde befürchtet, dass er die Filmreihen komplett lächerlich machen wollte, was nach den misslungenen „Rocky 5“ und „Rambo 3“ auch durchaus möglich gewesen wäre. Doch nachdem „Rocky Balboa“ von Kritikern und Publikum zurecht positiv aufgenommen wurde, folgte 2008 „John Rambo“.
Rambo lebt mittlerweile zurückgezogen in Thailand. Missionare bitten ihn, sie nach Birma zu bringen, damit sie dort den unterdrückten Menschen helfen können. Nach anfänglichem Zögern willigt er ein. Nachdem Rambo die Gruppe abgeliefert hat, werden diese natürlich von der Armee gekiddnapt. Mit einer Gruppe von Söldnern bricht er auf, um die Gefangenen zu befreien.
Im Vorspann werden Bilder vom Militärregime in Birma gezeigt und was dieses dort anrichtet. Bestes Beispiel waren die Aufstände der Mönche, die auf brutalste Art und Weise durch die Armee niedergeschlagen worden. Doch Stallone, der hier als Hauptdarsteller, Regisseur und als Co-Autor fungiert, will hier kein politisches Kino produzieren. Das Ganze dient nur als Ausgangssituation für einen knallharten Actionfilm. Gut und Böse sind hier klar verteilt und wer nicht auf Rambos Seite ist, der hat halt Pech gehabt. Der Bodycount ist immens hoch, der höchste der drei Teile bisher. Es gibt jede Menge Kopfschüsse, es werden Kehlen herausgerissen, Körperteile abgehackt etc. Nichts für schwache Mägen und Nerven und es wundert mich wirklich, dass der Film in Deutschland ungeschnitten auf DVD erscheint. Ansonsten liefert Stallone einen guten Actionfilm ab, der ständig aufs Tempo drückt. Das Setting und die Atmosphäre sind sehr stimmig.
Fazit:
Nach „Rocky Balboa“ liefert Stallone hier einen würdigen Nachfolger der Rambo Reihe ab. Er zeigt, dass er einen straighten, brutalen Actionfilm inszenieren kann, der herrlich politisch unkorrekt ist und den Actionfan vollends zufrieden stellen wird.
7/10