Er hat alles gesehen, viel genommen und wenig erhalten: John Rambo.
Nun lebt er in Thailand, dem letzten Paradies auf Erden. Hier jagt er mit Pfeil und Bogen. Seine Beute, Fisch, teilt er.
Trotz der harmonischen, ursprünglichen Umgebung:
John Rambo ist unruhig. Er lebt hier als Teil der Natur. Doch er hat seine Vergangenheit verdrängt.
Wer ist John Rambo? Und vor allem: Wie wurde er der heutige? Diese Fragen drängen sich auf.
Er selbst stellt sie nicht mehr, doch wissende Hoffnungslosigkeit blickt uns an. Und wir teilen seinen Schmerz, teilen das Wissen, das ihn so unruhig macht.
Nach seiner Rückkehr aus der grünen Hölle wird er in seiner Heimat gejagt.
Noch weitere Einsätze in Vietnam und Afghanistan, wo er zeigen muss, was er gelernt hat: Überleben und Leben nehmen in einer regellosen Umgebung.
Und jetzt wieder: Seine Hilfe wird verlangt, seine Steuerkunst auf treibendem Strom.
Er und wir wissen: Hilft er, wird er gezwungen, zurückzublicken, er wird wieder Menschen töten. Und für was?
Er hilft, er kann nicht anders. John Rambo muss sich wiederfinden.
Jetzt beginnt die Fahrt in die Hölle, tiefer.
Gereinigt kann man wiederkommen. Und bald: Erste Probleme. Mit brünstigen Piraten kann man nicht verhandeln, er hoffte, sie menschlich zu erreichen. So muss er töten.
Die Geretteten verachten ihn dafür, und so verlassen sie ihn. John Rambo wendet sich ab, fährt zurück. Weiter einmischen will er sich nicht, weiter zurück will er nicht.
Die Passagiere, christliche Helfer, werden entführt. Sie hatten nur ihren Glauben. Sie waren wehrlos.
Jetzt sind sie Lämmer, die auf ihr Ende warten.
Werden sie zurückgeholt?
Es gibt eine Söldnertruppe, die das versucht. Und dazu wieder: John Rambo als der Bootsmann.
Die Söldner sehen das Grauen, entscheidungsunfähig.
Die Qual wird ihnen genommen:
John Rambo klotzt heran, entscheidend, Hoffnung bringend.
Wieviel redet John Rambo auf seiner Mission?
Wenig.
Doch er spricht zu uns in voller Klarheit. Den Guten verspricht er Hilfe, die Schlechten werden gestraft.
Gewaltigste Wortlosigkeit. Wir wissen, was er tut.
Schließlich wird der selbst geschmiedete Stahl seiner Bestimmung zugeführt.
Lautlos.
John Rambo überlebt.
Er hat sich erinnert und wagt sich in die Heimat.
Er wendet den Blick von uns, seinem Spiegel. Er richtet ihn nach vorne, Richtung heimatlicher Farm.
Er knüpft an seine Vergangenheit an und blickt in die Zukunft.
Wir sehen Hoffnung.