Review

Story:

In Burma herrscht Bürgerkrieg. Dennoch möchte eine kleine Gruppe Helfer dort hin. John Rambo bringt sie nach einigem hin und her zum gewünschten Ort. Als man jedoch auch zehn Tage nach der erwarteten Rückkehr von diesen nichts gehört hat, wird Rambo gebeten eine Gruppe Söldner in Krisengebiet zu bringen, doch dieser lässt es sich nicht nehmen, auch selbst einzugreifen.

Kritik:

Bereits der Beginn, in dem reale TV-Aufnahmen aus Burma auf den Zuschauer einwirken, zeigt die Kompromisslosigkeit des Films. Der Film bietet keine einzige auch nur annähernd komische Szene. Dafür bietet er genau das, was man von einem Rambo-Film erwartet: Action in Reinkultur. Diesmal jedoch gepaart mit einer Härte, wie man sie selten in einem Actionfilm gesehen hat: Es werden Kinder erschossen und das nicht nur im Off, es werden Frauen vergewaltigt und das Gezeigte kommt weniger einem Krieg als viel mehr einem Genozid gleich. Also nichts für schwache Nerven, aber durchaus angebracht, wenn man bedenkt, dass sich solche Szenen tagtäglich in den Krisengebieten dieser Erde zutragen.
Was man dem Film hier jedoch vorwerfen kann, sind die quasi nicht vorhandenen Charakterzeichnungen. Rambo als verbitterter Kämpfer bietet hier noch den ausgefeiltesten Charakter, wohingegen gerade die burmesischen Soldaten als sadistische und unmenschliche Idealfeinde herhalten müssen. Aber wer bei einem Rambo-Film ausgefeilte Charaktere erwartet ist auch selbst schuld.
Was an Charakterzeichnung fehlt gleicht der Film gnadenlos durch Action aus. Um die 2/3 des Filmes machen nur Schießereien aus und diese haben es in sich. Da fliegen Schädel durch die Gegend, Menschen und Köpfe explodieren und Blut spritzt zuhauf. Das ganze passt sich aber so gut in das Gesamtbild ein, dass das Ganze durchaus realistisch wirkt. Ab einem gewissen Kaliber oder einer gewissen Anzahl von Einschüssen, gibt es eben einfach keine kleinen roten Einschusslöcher mehr, das zeigt der Film sehr eindrucksvoll.
Der Score, der durch patriotisch angehauchte Klassikkompositionen zu überzeugen weiß fügt sich positiv ins Gesamtbild ein und wirkt meist dezent im Hintergrund und pusht die Actionszenen zusätzlich.
Schauspielerische Glanzleistungen sucht man genrebedingt natürlich vergebens. Die Darsteller behalten meistens ein und den selben Gesichtsausdruck bei, sei es der grimmig-verbissene bei den Söldnern und Soldaten oder der ängstlich-weinerliche bei den Entführten und Opfern. Mehr braucht es aber auch nicht, so dass der Film dennoch hervorragend funktioniert.
Der Film setzt die alten Rambo-Filme also konsequent fort und bietet endlich wieder Action der alten Schule ohne Kompromisse.

Fazit:

Sehr guter Actionfilm der alten Schule ohne Kompromisse und einem Gewaltpegel, der in diesem Genre beinah einzigartig ist.

9/10

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