Review

Bei „Zombie 3“weiß man nicht so genau, ob man nun weinen oder lachen soll, denn das Ergebnis ist alles andere als eine typische Fortsetzung der gelungenen vorangegangenen Teile; sondern vielmehr der Versuch, mit der auslaufenden Welle des klassischen Zombiefilms noch ein paar Lire zu verdienen. So wollte Fulci dieses Werk erschaffen, benötigte dabei wegen Krankheit aber die Hilfe von Mattei, dessen Handschrift deutlich zu erkennen ist.

Die Story ist mal wieder äußerst simpel:
Der Death-One-Virus wurde durch das Verbrennen eines Infizierten freigesetzt, Vögel werden infiziert, anschließend ein paar Soldaten und eine Handvoll Freizeitidioten.So senden Ärzte und Soldaten Truppen aus, um das abgeriegelte Gebiet von Zombies und Überlebenden zu säubern, die sich mittlerweile eine erbitterte Schlacht liefern…

Das Ganze ist freilich weit entfernt von einem Meisterwerk. Und die Atmosphäre, die Fulcis Werke zuweilen auszeichnet, kommt nur selten auf – wenn, dann recht aufgesetzt mit Weichzeichner und Nebelmaschine.
Nach anfänglichen Durchfalldialogen zwischen Ärzten und Militär geht es zumindest mit ordentlichem Tempo zur Sache.
Es wird fast pausenlos rumgeballert und es kommt zu Kloppereien zwischen Zombies und Opfern.
Die nicht allzu hohe Menge an Splattereffekten ist brauchbar: Eine abgehackte Hand, diverse Gesichtsdeformierungen und blutige Shoot-Outs sind ansehnlich gestaltet worden.

Auf der anderen Seite können angreifende Singvögel(an Schnüren und Drähten), sowie ein fliegender Zombieschädel(nach Öffnen eines Kühlschranks)nur für Belustigung sorgen.
(Ebenso wie einige Darsteller und die dazugehörige Synchro).

Letztlich ist dieser Zombie-Action-Trash nur etwas für Komplettisten, der zwar wenig Leerlauf beinhaltet, aber mit neuen Ideen verdammt sparsam ist. Und der Radio-DJ Blue Heart ist auch nur für einen Abschlussgag gut(bei dem zumindest die FX sitzt…)
4 von 10 Punkten

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