Review

Lucio Fulci, welch ein Name, ein Name welcher so manchen Horrorfan mit der Zunge schnalzen lässt. Ist er doch für so manche Klassiker wie " Vodoo die Schreckensinsel der Zombies" oder dem " Über dem Jenseits" verantwortlich. Da steht man nun da und hat die Laser Paradise Dvd dieses Streifens in Händen, mmhhh ein Zombiefilm von Lucio Fulci, gekauft!!! Der muss ja was sein... doch leider ist der werte Herr Fulci krank geworden während den Dreharbeiten und so musste Bruno Mattei für den Rest des Films übernehmen. Was man dem Streifen mehr als nur deutlich anmerkt. So haben wir nähmlich das was man von einem Mattei Streifen erwartet bekommen. Einen Zombietrasher welcher weit weit ... weeeeiiiitttt entfernt ist von der Klasse anderer Streifen um die lebenden Toten.

Story:
Auf den Phillipen, wird im Auftrag des Militär,  ein gefährlicher Wirkstoff names Death one entwickelt. Als Terroristen versuchen diesen Virus zu stehlen, infiziert sich einer von ihnen. Schnell geschnappt, scheint die große Gefahr gebannt zu sein, doch leider verbrennt man seinen Leichnam, sodass die Asche seine Körpers in die Luft empor steigt und über Wind und Vögel den Virus auf die Menschen in der Region überträgt.... Menschen werden zu Zombies und eine kleine Gruppe überlebender müssen sich nun gegen die blutdurstenden Kreaturen, sowie das Militär zur Wehr setzen.

Fängt der Film noch recht atmosphärisch an, sinkt das Niveau des gezeigten von Minute zu Minute rapide. Teilweise kam es mir vor als hätte Mattei hier alle Register gezogen um aus einem Streifen welcher unter der Regie von Fulci vielleicht wirklich stimmig geworden wäre einen Film abzuliefern welcher wirklich nahtlos an das Niveau seiner Streifen wie " Die Hölle der lebenden Toten" anschließt. Denn genauso wie dort fallen so manche sachen doch arg negativ auf.

Da wären zum einen die Darsteller, welche wirklich die hohe Kunst des Overacting gelernt zu haben scheinen. Unterstützt von dummen Dialogen und einer grottig schlechten Synchro.Natürlich ohne Charakterliche Tiefe ausgestattet, sodass man getrost zuschauen kann wie sie von den Zombies gemetzelt werden, ohne das es auch nur ein bisschen juckt, wer als nächstes ins Gras beisst.

Da wären wir auch schon beim nächsten Negativpunkt, den Zombies.
Sehen diese teilweise vom Make-up recht anständig aus, fragt man sich ob manche der Zombies steroide genommen haben. Ok mittlerweile gibts ja Streifen, die entweder langsame schlurfende Zombies bevorzugen, andere zeigen uns die " Sprinterzombies".
Hier hat man auf beides gesetzt, Vorallem wen einige der Untoten zur Attacke blaßen, kommt es mir vor als würde ich gerade die Vorspultaste drücken, da diese sich so schnell bewegen. Manche schmeissen noch nen One-Liner raus und anderen rennen mit ner Machete rum.... naja ok. Zudem verwandeln sich die infizierten manchmal zu plötzlich in Untote, also während sich einige Menschen noch mit Wunden durch den Film quälen bevor sie sich " verwandeln" dauert es bei einigen nur 1,2 Sekunden bis man zu den lebenden Toten gehört.
Positiv zu erwähnen sei jedoch das die Zombies in angenehm großen Mengen auftauchen sodass wenigstens ein bisschen Splatter und Gore geboten wird.

In sachen Splatter und Gore, kann man das ganze als recht durchwachsen betrachenten. So wirken einige der Szenen echt schlecht inszeniert ( Frau wird gegen nen Spiegel gedrückt und verblutet fast) und andere Szenen wirken recht solide ( Einschüsse, Gedärme gematsche usw.), wobei vorallem anzumerken ist, das die Zombies hier anscheint nicht nur durch Kopfschüsse nieder gestreckt werden.

Fazit:
"Zombie 3" ist ein Film welchen man definitiv nicht gesehen haben muss. Wer jedoch Spass hatte an " Die Hölle der lebenden toten" und gepflegten Trash zu seinen Vorlieben zählt, der darf ruhig einen Blick riskieren.
So kann ich leider nur 3 Punkte vergeben, da mir dieser in manchen Kreisen schon Kultstatus genießende Film nicht allzu viel Freude bereitet hat.

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