Bei einem Terroranschlag auf den Philippinen wird der biologische Kampfstoff "Death One" freigesetzt. Die Menschen, die sich damit infizieren, werden zu kannibalistischen Zombies, die für eine schnelle Ausbreitung der Seuche sorgen. Das Militär geht mit äußerster Brutalität gegen verseuchte und gesunde Menschen vor, ohne die Zombie-Epidemie stoppen zu können. Ein paar US-Soldaten und Urlauber, die auf sich allein gestellt sind, versuchen dem Terror zu entkommen, fallen aber nach und nach den Zombies bzw. dem Militär zum Opfer, bis nur noch einer der Soldaten und eine junge Frau am Leben sind. Mit viel Glück gelingt es ihnen mit einem Hubschrauber zu flüchten, während sich die Zombies weiter verbreiten.
ZOMBI 3, der am 18. April 1989 seine deutsche Premiere mit einer FSK ab 18 erlebte, ist ein erneuter, sinnloser Aufguß des Zombie-Themas. Der Film wurde zwar von Lucio Fulci begonnen, doch das Projekt wurde von Bruno Mattei zu Ende geführt. Über die Gründe für die Ablösung von Fulci gibt es mindestens zwei Versionen. Die eine besagt, dass Fulci wegen einer Herzerkrankung den Film nicht zu Ende drehen konnte. In einem Interview behauptete Mattei jedoch, dass der Produzent Claudio Fragasso mit Fulcis Arbeit nicht zufrieden war und deshalb ihn, Mattei, mit der Fertigstellung des Films beauftragte. Er habe ca. 40% des Films zu verantworten, so die Szenen am Anfang sowie die mit den angreifenden Vögeln, doch er wollte seinen Namen nicht in den Credits erwähnt wissen. Wie dem auch sei, herausgekommen ist am Ende ein absolut unausgegorenes Konglomerat aus Romeros THE CRAZIES und seiner Zombie-Triologie, welches selbst die abgebrühtesten Zombie-Fans abschrecken dürfte.
Der ganze Film ist eine ziemliche Zumutung, mit Schauspielern, die auf unterstem Niveau agieren, wobei sich besonders der Darsteller des "Dr.Holder" durch penetrantes Overacting hervortut. Wie in den meisten schlechten Horrorfilmen verhalten sich die Protagonisten konsequent gegen den gesunden Menschenverstand, agieren völlig unmotiviert und unlogisch, so dass man als Zuschauer das Gefühl nicht los wird, die Produzenten dieses Machwerks halten ihr Zielpublikum für verblödet. Völlig unglaubwürdig gestaltet sich auch der Überlebenskampf der Hauptakteure, die sich nicht nur der Zombiehorden sondern auch der bis an die Zähne bewaffneten Spezialtruppe des Militärs erwehren müssen und dabei geradezu übermenschliche Kräfte entwickeln. Abgesehen von einigen wenigen atmosphärischen Nachtaufnahmen bleibt der Film auch visuell reizlos und flach. Das amateurhafte Zombie-Make-up und die ewig gleichen Bilder von planlos durch die Gegend taumelnden Zombies verraten eindeutig, mit wie viel Lustlosigkeit ZOMBI 3 herunter gekurbelt wurde. Da können einige drastische Splattereffekte, wie z.B. das Abhacken einer Hand oder das Zerteilen eines menschlichen Körpers auch kein Interesse mehr wecken. Und selbst der fliegende Zombie-Kopf, der einen der Protagonisten anfällt und zerfleischt, sorgt allenfalls für unfreiwillige Komik. Ungewollten Humor verbreiten auch Dialogzeilen wie etwa diese: "Wir sind nur einfache Soldaten und reagieren auch so!" Überhaupt ist die deutsche Synchronisation eine schwere Prüfung für jeden Zuschauer, und die amateurhaften Sprecher sorgen dafür, dass der Film noch schlechter erscheint als er tatsächlich ist. Übrig bleibt ein langweiliges, unsinniges Abfallprodukt, welches das restlos ausgequetschte Zombie-Sub-Genre noch einmal aufzuwärmen und an den kritiklosen Konsumenten zu bringen versucht, dabei aber letztendlich auf der ganzen Linie scheitert.
Der in den Credits aufgeführte Darsteller "Alan Collins" aka Luigi Pigozzi taucht im Film selbst nicht auf. Seine Szenen wurden noch kurz vor der Veröffentlichung des Films herausgeschnitten.
Die 1999 in der "Red Edition" von "Laser Paradiese" herausgekommene deutsche DVD ist zwar länger als die alte deutsche Videofassung, aber auch nicht völlig ungeschnitten, sie hat ein recht gutes Bild und keine Extras. Die sechs Kapitel lauten: Der Diebstahl; Infiziert; Ist jemand zu Hause?; Eine Panne; Sie kommen!; Abspann.