Der biologische Kampfstoff "Death One" wird aus einer Militärbasis gestohlen. Auf der Flucht infiziert sich der Terrorist mit dem Virus und mutiert zum bissigen Untoten. Als er zur Strecke gebracht und verbrannt wird, gelangt der Zombievirus durch konterminierte Asche und Rußpartikel in das Ökosystem und infiziert unzählige andere. Die Zombieseuche droht außer Kontrolle zu geraten. Das Militär geht mit äußerster Härte vor, riegelt das verseuchte Areal ab und nietet alles um, was sich bewegt, egal ob Zivilist oder Zombie...
„Was sagt ihr dazu, ihr hässlichen Matschköpfe!?“
ZOMBIE 3 – halb von Lucio Fulci (WOODOO, EIN ZOMBIE HING AM GLOCKENSEIL), halb von Bruno Mattei (LIBIDO MANIA, HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN), dessen Handschrift deutlicher zum Tragen kommt – ist Zombieschund in Reinform. Die Untoten sind hässliche Schmuddeltypen, dafür so flott unterwegs wie die Hirnfresser im DAWN OF THE DEAD-Remake. Das Zombie-Makeup sieht aus, als hätte man die Darsteller mit ranzigem Kartoffelsalat oder Hundefutter eingerieben. Hinzu kommen schwarzgrünes Blut, platzende Eiterbeulen, triefende Furunkel und ein loser Zombiekopf, der aus dem Kühlschrank geflogen kommt und einen armen Zampano totknabbert. Der Film eröffnet mehrere Handlungsschauplätze. Zunächst die zwei stelzbockigen US-Soldaten Kenny und Roger (Kenny Rogers – hä!?), die sich mit einer Touristengruppe in einem Hotel verschanzen. Des Weiteren ein streitsüchtiges Geschwisterpaar, das ziellos durch die Pampa gondelt, bis einer von beiden beim Versuch, tote Zombievögel von der Straße zu räumen, angepickt wird. In der Militärbasis versucht Professor Dr. Holder verzweifelt ein Gegenmittel gegen den Virus zu finden, indem er dem Befehl habenden Militärheini vorwirft, wie rücksichtslos und schändlich jener mit Mutter Natur umgeht. Auf dem Laufenden hält uns Radiosprecher „Blue Heart“, welcher Ausmaße der Epidemie beschreibt, für die das Budget nicht gereicht hat.
Der Film klaut bei diversen Genre-Klassikern und hat weder mit Romeros Zombie-Trilogie noch mit Fulcis ZOMBIE FLESH EATERS irgendetwas zu tun. Bei der Titelgebung handelt es sich um eine Mogelpackung allererster Kajüte. Zu Matteis HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN, Lenzis GROSSANGRIFF DER ZOMBIES und Romeros CRAZIES weist er dagegen wegen der Zombie-Spezialeinheit mit den weißen Strahlenschutzanzügen und den Gasmasken deutliche Ähnlichkeiten auf. Im Grunde handelt es sich eigentlich nicht um Zombies, sondern um Infizierte. Parallelen zu apokalyptischem Ökohorror wie PESTIZIDE oder LEICHENHAUS DER LEBENDEN TOTEN deuten sich an. Im Vergleich zu allen genannten Filmen ist ZOMBIE 3 aber mit Abstand der unbrauchbarste, billigste und lächerlichste. Die Story ist sinnloser Müll, die Dialoge sind Trash und die FX mies. Der Gore beschränkt sich auf ein paar abgehackte Gliedmaßen, blutige Kehlenbisse und schmuddeliges Latexgekröse, bei dem man vor lauter Schlabber gar nichts erkennt. Das Italo-Flair und der ungewollte Humor reißen den Film aber gut raus und verleihen ihm seine ganz eigene Form von Unterhaltungswert.
„Patricia, ich fühle mich schon viel besser, aber ich habe Durst… AUF DEIN BLUUUUT!“
Fazit:
Später Italo-Zombiefilm aus demselben Jahr wie STIRB LANGSAM, BLOODSPORT und RAMBO 3. Nur so zum Vergleich. Ein Feuerwerk an Dilettantismus und Doofheit.