Review

Gesamtbesprechung

Diese TV-Serie dreht sich um den Schüler Parker Lewis, der im wahrsten Sinne der “coole von der Schule” ist. Zusammen mit seinen beiden Freunden, dem angehenden Rockmusiker Mikey Randall und dem Technik-Genie Jerry Steiner, muss er den alltäglichen Kampf auf seiner High-School bestehen, wobei seine ständige Gegnerin die Rektorin Grace Musso ist. Aber keine Bange, die Musso sitzt zwar am längeren Hebel, aber am Ende geht doch immer Parker als Sieger aus den Schlachten hervor. Parkers Schwesterchen Shelly ist vom Erfolg ihres Bruders alles andere als begeistert, daher schlägt sie sich oftmals auf die Seite der Rektorin und ihrer rechten Hand, dem halbprofessionellen Speichellecker Frank Lemmer. Neben der Schule sind das Geschäft der Familie Lewis, ein Videoladen, den die Eltern mit Hingabe leiten, und das “Diner”, der Treffpunkt der Jugendlichen, wichtige Orte dieser Serie.

Neben Alf und Al Bundy war Parker Lewis eine der wenigen Serien Anfang der 90er über die man sprechen konnte mit wem man wollte, denn so ziemlich jeder damals im jugendlichen Alter sich befand, schaute sich die Comedy Reihe an. Erstaunlicherweise wurde meines Wissens auch noch keine Wiederholung seit der Erstausstrahlung mehr im deutschen Free-TV angestrebt, dabei ist man mit drei Staffeln doch im Grunde relativ schnell durch.
Wer Parker Lewis noch nicht kennen sollte, der kann sich Ferris Bueller in Serienform vorstellen. Mit seinen besten Kumpels Mikey und Jerry boxt sich Parker durch alle Höhen und Tiefen des Schülerlebens an der Santa Domingo High School. Im Prinzip war die Serie ihrer Zeit weit voraus, denn etwas vergleichbares gibt es kaum. Die Gags sind frech, die Klamotten quietschbunt, Dauerbrenner wie der Uhrenvergleich oder Miss Russos peitschenden Daumen hat wohl jeder noch im Gedächtnis (abgesehen davon das sie mir, glaube ich, einen leichten MILF-Komplex verpaßt hat).
Teilweise waren die Gags richtig innovativ wie Jerrys selbstverständlich imprägnierter Multifunktionsmantel oder einfach die Urgewalt von "Essen! jetzt!" Kubiak, oder auch die sonstigen schrägen Nebenfiguren wie dem Direktorinnenschleimling Frank Lemmer, zumindest in den ersten beiden Staffeln hat das Zusammenspiel gut funktioniert. Lediglich die kleine Schwester Shelley ging mir permanent auf die Nerven, aber es war ja schließlich beabsichtigt auch einen Gegenpol zu Parker aufzubauen.
Eine Wiederholung wäre da wirklich mal wünschenswert, wobei doch die Frage ist, ob sich das Feeling zwanzig Jahre später erneut einstellt. Parker Lewis ist und bleibt einfach ein Kind der 90er Jahre, schwer zu sagen ob die Alterung für die Fans noch immer noch das gleiche Kribbeln auslöst. Alternativ ist die Reihe ja inzwischen auch auf DVD erschienen.
7/10

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