Klaus Kinski ist in den Medien mehr als krankhaft cholerischer Exzentriker beschrieben geworden denn als feinfühliger Schauspieler; "Fitzcarraldo" beweist, dass er tatsächlich Letzteres war. Es sind die leisen Momente, die an "Fitzcarraldo" am meisten beeindrucken.
Aber dazu muss man - und sollte man auch, es lohnt sich! - diesen Film mindestens ein zweites Mal anschauen. Beim ersten Mal nimmt einen die spannende Handlung zu sehr gefangen. Erst beim zweiten Mal erschließt sich die Lyrik dieses Meisterwerks der Filmkunst, dessen Botschaft und schauspielerische Leistung in der Filmgeschichte sonst nur noch eine gleichwertige Entsprechung kennt: "Alexis Zorbas", mit Anthony Quinn.