Ein spezielles Feuer, das von der Sonne stammt, landet auf der Erde und richtet dort verheerende Brände an. Der einzige Feuerwehrmann, dem klar wird, dass es sich um intelligentes Feuer handeln muss, das sogar Besitz von Menschen ergreifen kann, wird zunächst wegen Verdacht auf Brandstiftung festgenommen, kann aber vorher einen jüngeren Kollegen überzeugen.
Ein bloßer Blick auf die Handlung zeigt schon, dass man von "Die Feuerschlange" wohl nicht allzu viel erwarten kann und das ist auch der Fall. Wer jedoch Spaß an trashigen Filmen mit Computerspieleffekten wie "Boa vs. Python" hat, der wird mit diesem hundsmiserablen kanadischen Sci-fi-Horror-Film bestens bedient sein.
Die Story ist - und mir fällt kein treffenderer Begriff ein: einfach Scheiße. Von der Charakterkonstruktion hat man ja sowieso nichts erwartet und, dass der Film nicht einmal einen Ansatz von Tiefe haben würde, konnte man sich schon beim bloßen Lesen der Inhaltsangabe durchaus denken, aber dass es so schlimm werden würde, war nicht abzusehen. Die Idee mit dem intelligenten Feuer, dass sogar Besitz von Menschen ergreifen kann ist grottenschlecht und die Wendungen, die drumherum gesponnen werden übertreffen sich gegenseitig in ihrer Hirnlosigkeit. Das Feuer sucht sich Wege durch Abflussrohre, verweilt auf Strommasten und findet gezielt seine Opfer und mein absoluter Favorit: Als einer der Feuerwehrmänner eine Handgranate während der Fahrt auf seinen Beifahrersitz geworfen bekommt, sieht er sich diese in aller Seelenruhe an und springt schließlich aus dem fahrenden Wagen, statt sie einfach aus dem Auto zu werfen. Wie gesagt, man kann sich durchaus amüsieren, auch wenn es nicht unbedingt gewollt ist.
Die Effekte sind unglaublich billig, keine der Feuersbrünste wirkt echt und auch ansonsten sind die Action-Szenen auf Computerspiel-Niveau. Aufgrund der lächerlichen Story wird natürlich keine gespannte Atmosphäre aufgebaut und der Spannungsbogen bleibt natürlich auch mehr als flach. Ansonsten bleibt alles im konventionellen Rahmen. Trashig ist der Film dafür über weite Strecken und auch ich habe mich teilweise unterhalten gefühlt, obwohl ich eigentlich kein sonderlich großer Fan von Schundfilmen bin, dabei ist das schnelle Erzähltempo, das vorgelegt wird, durchaus hilfreich.
Verglichen mit Story und Inszenierung ist der Cast immer noch das Beste am Film. Namenhafte Darsteller konnte man natürlich keine für den Film gewinnen, aber immerhin halbwegs erfahrene, so sind die Leistungen im unteren Mittelmaß anzusiedeln. Eigentlich schade, denn mit einem richtig miesen Cast wäre "Die Feuerschlange" ein echtes Trash-Juwel geworden.
Fazit:
Die Story ist schlecht, die Darsteller im unteren Mittelmaß anzusiedeln und die Inszenierung bietet billige Effekte, sowie dümmliche und klischeehafte Versuche Spannung und Dramatik aufzubauen, aber auch ein paar ungewollt amüsante Stellen. Damit ist "Die Feuerschlange" ausschließlich für Trash-Fans geeignet, denn zu mehr taugt er definitiv nicht.
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