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Die Rolle des Captain Kirk machte William Shatner weltberühmt und da er auf der Enterprise eine Menge vom Sonnensystem mitbekam, fungierte er als Ideengeber für vorliegenden TV-Streifen. Leider wirkt er nicht selbst mit, noch können anderweitige Schauwerte dazu beitragen, das Werk auf solides SyFy-Trash-Niveau zu hieven.

Im Jahre 1966 wurde Feuerwehrmann Dutch Fallon (Randolph Mantooth) beinahe von einem Feuer erwischt, welches direkt aus dem All zu kommen schien und offenbar eigenständig um sich griff. Seither studiert er die Feuerschlangen, die just wieder für Einsätze der Feuerwehr sorgen. Allerdings steht er unter Beobachtung einiger Geheimagenten, die mit der Feuerschlange ihre ganz eigenen Ziele verfolgen...

Bei der Bedrohung handelt es sich um Energiewesen von der Sonne, also eine Art Feuer-Aliens, welche sich in Gestalt kleiner Bällchen ihren Weg bahnen, um schließlich eine lodernde Schlangengestalt anzunehmen und frei nach "Die Dämonischen" Besitz von Erdenbewohnern ergreifen, welche kurz darauf das Feuer per Augen weiterleiten.
Das Konzept ist ein wenig wirr, logisch durchleuchtet wird es auch nicht, doch für ein kleines Katastrophenszenario nimmt der Trashfreund derartige Mankos locker in Kauf.

Nur leider geht es eben nicht so heiß her, wie die Prämisse glauben lassen mag. Trotz diverser Interessengruppen besteht die Handlung eigentlich aus nur einem Erzählstrang, bei der sich keine Identifikationsfigur bietet, da ein junger Feuerwehrmann, der später mit Fallon kooperiert zu wenig hervorsticht und Fallon selbst aufgrund seines Darstellers Mantooth frappierend an Peter Maffay erinnert, woraufhin man diesen auch nicht ernst nehmen kann.
Zudem gibt sich die Handlung viel zu geschwätzig, es wird langatmig taktiert, offene Geheimnisse werden unnötigerweise mit inhaltslosen Flashbacks angereichert, während Actionszenen nur allzu zu selten im Mittelpunkt stehen.

Bei der Qualität der Effekte ist indes klar zu unterscheiden, ob etwas explodiert, was meistens recht solide in Szene gesetzt ist, oder ob die Feuerschlange an einem brennenden Objekt emporragt, was entsprechend mies umgesetzt wurde, was ebenfalls auf die leuchtenden Klüsen der Besessenen zutrifft. So kommt bei einem explodierenden Wohnwagen für einen Moment eine spürbare Wucht ins Spiel, doch als es final zu einer leer stehenden Fabrik geht und die CGI immer flächendeckender ausfallen, offenbaren sich entsprechende Defizite.

Gleiches trifft auf die Erzählung zu, welche zu Beginn durchaus zu unterhalten vermag. Doch je deutlicher Verschwörungstheorien und religiöser Fanatismus in den Mittelpunkt gerückt werden und die eigentliche Bedrohung des Feuers zur Passivität verdammt wird, umso dröger ist die Chose zu verfolgen. Erst zum Finale kommt ein wenig mehr Bewegung ins Spiel, doch bis dahin ist das Interesse weitgehend abgeflacht, zumal weder Suspense geschürt wird, noch die Lokalitäten durch besondere Merkmale hervorstechen.

So gibt es eine Leiche im Kofferraum, zwei engagierte TV-Reporterinnen, dummes Verhalten einiger Militärs und den Einsatz einer Halonenkanone, bei der die Effekte so einigermaßen erträglich sind, was auch auf die darstellerischen Leistungen und den zweckdienlichen Score zutrifft.
Ansonsten ist das Werk von Regisseur John Terlesky zu trocken aufgezogen, um das typisch anspruchslose Zielpublikum von SyFy zu packen, denn erzählerisches Unvermögen und kaum sympathische Figuren reichen selbst eingefleischten Trashfans nicht aus.
3,5 von 10

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