Maler Luis ist mit der Kellnerin Eva verheiratet. Zusammen haben sie zwei kleine Kinder. Was Eva nicht weiß: Luis betrügt sie mit Bankerin Charlotte. Was Luis nicht weiß: Eva schüttet dem Anwalt Nick im Lokal die Suppe über die Hose. Was hat das mit einander zu tun? Ganz einfach: Nick und Charlotte sind miteinander verheiratet. Doch eben diese betrügt ihren Mann mit Luis. Die beiden vergnügen sich gerade eine Woche lang in Venedig. Eva findet's raus und entführt Nick mit der Wasserpistole ihrer Kinder um nach Venedig zu fahren und ihre Ehe zu retten.
Ahja.
Dieses Machwerk ist ein absolut seichtes Kommödchen à la Roadmovie mady by Dilettants, dass man nur ungläubig auf den Bildschirm starren kann. Die Story ist einfach (mit Verlaub) reiner Schwachsinn, die beiden Kinder die natürlich mit auf die Reise müssen nerven penetrant bis aufs Blut. Nicht ein einziges Mal zuckt uns ein Lächeln aus den Mundwinkeln, geschweige denn ein Lacher entlockt sich unserer gelähmten Kehle. Eine Komödie soll das sein? Fehlanzeige. Eine Komödie hat im Allgemeinen etwas Komisches, Lustiges an sich, doch hier versucht sich Vivian Naefe am Beweis des Gegenteils.
Der Film ist die Silberscheibe nicht wert, auf die er gepresst wurde, die DVD-Hülle vergrößert unseren Müllberg zusätzlich und an die Adresse des Herstellers gerichtet: Stellt doch mal bitte wenigstens jemanden ein, der der deutschen Sprache mächtig ist: Der Klappentext wimmelt nur so vor lauter Rechtschreibfehlern, an Peinlichkeit nicht zu überbieten - passt aber zum Auftreten des gesamten Films.
Heino Ferchs schauspielerisches Talent kommt leider nicht zu tragen, nicht weil Ferch schlecht spielen würde, sondern weil die Rolle einfach nichts hergibt. Er darf rumbrüllen und cholerisch auftreten, mehr nicht. Das kann jeder, dafür hätte man nicht Ferch nehmen müssen, der sich mit diesem Film einen Minuspunkt in seiner Filmographie eingehandelt hat. Aglaia Szyszkowitz sieht zwar wieder scharf aus, das rettet aber auch nicht, da ihre Rolle darin besteht möglichst unflätig zu schimpfen und die meiste Zeit damit verbringt, anderen Obszönitäten ans Hirn zu werfen. Gideon Burkhardt spielt nicht schlecht, aber auch hier eine Rolle die jeder Oberstufen-Theater-AG-Schüler auf Anhieb hinbekommt. Ein Wort noch zur Filmmusik: Einfach übel, wie mit ZDF-Fernsehfilmchentypischem Klassik-Tirili vom zweitklassigen Rundfunkorchester jede Szene unpassend untermalt werden musste.
Schade. Wirklich schade, dass man mit so was seine Zeit verplempern muss. Eine Frechheit, dass uns so etwas zugemutet wird. Für die Bewertung bleibt's bei der schlechtest möglichen Einschätzung. Ein Film, der uns besser erspart geblieben wäre.
(1/10)