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3

Es gibt kaum eine andere US-Familienserie, in der uns die neokonservativen Werte so impertinent links und rechts um die Ohren gehauen werden. Am deutlichsten verkörpert werden diese strikten Moralvorstellungen durch den widerlich selbstgerechten Priester-Daddy, der seine (zugegeben) scharfen Töchter natürlich (sehr früh und) pünktlich wieder daheim haben will. Die gluckenhafte Mutter ist aber auch nicht viel besser. Und selbstverständlich spielt sich das Ganze im schönen und sauberen Suburbia ab, dem amerikanischen Inbegriff der Idylle, mit den netten Vorgärten und den spitzen, weißen Holzzäunen. Nur um beispielhaft zu zeigen, wie sehr hier ein Verhaltenskodex auf den Zuschauer eingehämmert wird: In einer Folge stirbt ein Junge nach nur einer Dose Bier!!! Ach ja, und dann sind da noch in jeder Episode diese unerträglich kitschigen und trivialen Familienmomente, die stets mit Gitarre und quietschiger Oboe untermalt sind.

10

Die "Himmlische Familie" (7th Heaven) ist perfekte Unterhaltung für das sonst recht eintönige (Gerichtsshows etc.) Nachmittags-Programm. Die Serie von Kult-Produzent Aaron Spelling (Drei Engel für Charly, Beverly Hills 90210 etc.) läuft in Amerika nun bereits seit 1996 und erfreut sich größter Beliebtheit. Die Serie zeichnet sich aus durch eine Vielzahl von (aktuellen) Themen und ausgezeichneten Jungdarstellern (allen voran Jessica Biel). Das REVIEW meines VORGÄNGERS hingegen ist sehr oberflächlich ausgefallen. Es macht den Anschein als habe er lediglich eine Episode der Serie gesehen. So wird entgegen seiner Aussage nicht auf alles der "Kirchen-Stempel" gedrückt. Gott und Kirche sind sehr sehr selten ein wirklicher Bestandteil der Serie! Und ich bin nun wahrlich kein sehr ´gläubiger Mensch ( ich gehe höchstens an Weihnachten in die Kirche!). Die Geschichten sind auch weit näher am Leben als die Stories mancher deutscher Produktion (GZSZ).

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