Wudang Clan ain't nothing to fuck with!
Wenige Filme schaffen bei mir eine Art „Flow State“, bei dem es mir dann auch egal ist, wenn ich nur einen Bruchteil von dem verstehe, was hier eigentlich vonstatten geht. Und im Wuxia-Subgenre ist „Das unbesiegbare Schwert“ definitiv einer dieser wenigen Titel… Erzählt wird von einer gefährliche aber unsterblichen Liebe im alten, mystischen China, über Clans und Zugehörigkeiten hinaus, die durch magische Kräfte, hinterhältige Morde und ein mächtiges Schwert auf die Probe gestellt wird…
Dies- und Jenseits tanzen auf der glänzenden Schwertklinge des Todes
„Das unbesiegbare Schwert“ aka „The Bride With White Hair“ ist ein besonderer Film. Er hat etwas Magisches. Unfassbar in mehreren Bedeutungen des Wortes. Fließend wie Wasser, scharf wie ein Schwert, romantisch wie ein jahrtausendealtes Liebesgedicht. Für viele zu vage, zu sprunghaft, zu viel Weichzeichner und zu oberflächlich. Für mich vergehen die Minuten hier jedoch wie im Flug, Zeit wird nebensächlich und relativiert. Alles ist im Fluss, alles brennt lichterloh, innerlich wie äußerlich. Das gleicht tatsächlich mehr anderen Kunstformen wie Poesie, Musik und Malerei. Von der „Story“ (im Grunde „Romeo & Julia“ in der Ming-Dynastie) und dem Mythos gibt’s viele Versionen aus China, alle habe ich natürlich nicht gesehen. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass das in Sachen Kinetik, Eleganz und Vibes übertroffen werden kann…
Fazit: Eines der fantastischsten, edelsten und imposantesten Wuxiawunderwerke aller Zeiten!