Ron und Melinda wollen heiraten. Doch vor dem Gang zum Altar muss Ron noch seinen Junggesellenabschied überleben. Der soll mit seinen besten Kumpels in einem Hotel in Miami Beach steigen. Am Ort der geplanten Party sorgen jedoch nicht nur Frauen, Sex und Alkohol für heiße Partystimmung. Ein Stripperinnen-Kampf, das jährliche Treffen der Sexsüchtigen und männliche Nudisten sind ungeplante Programm-Extras, die bald ein wüstes Chaos auslösen. Doch damit nicht genug, auch Rons durchtriebener Bruder Todd hat einige knallharte Überraschungen parat, um die Fete für alle Beteiligten unvergesslich werden zu lassen.
Schlappe knapp 25 Jahre nach der ersten Bachel-Ohr Party kam irgendjemand plötzlich auf die Idee eine Fortsetzung zu drehen, die außer der groben Thematik nix mit dem Original zu tun hat. BP2 kann man soweit mühelos mit all den platten College Komödien in einen Topf schmeißen. Zwar sind hier die vier Hauptprotagonisten etwas älter, aber ansonsten genau so bescheuert wie der durchscnittliche Campus Bewohner mit denselben Nöten, Bedürfnissen, Hirnmängeln und generell zuviel Tinte auf dem Füller.
Schon der Anfangsgag mit dem Verlobungsring im falschen Eisbecher ist ein echter Abtörner, weil humorlos. Viel besser wirds im Fortgang aber auch nicht, sonderrn es gibt lediglich die Gagparade von Vurschulwitzchen über volle Windeln, Hitlerdeutsche, Schwule, Dauererektionen und natürlich die volle Palette an mehr oder weniger (meist weniger) appetitlichen Sprüchen über Körperflüssigkeiten aller Art.
Wirklich gelungene Einlagen gibt es wenige, die meiste Zeit möchte man sich einfach mit der Hand an den Kopf klatschen, da die Wange des Scripters in der Regel dafür ja nicht zur Verfügung steht. Das Zielpublikum kann maximal bis zu 16 Jahren angepeilt worden sein. Darüber hinaus gehts über ein leichtes Grinsen so alle Viertelstunde nicht hinaus. Die Darsteller wirken dabei zwar sympathisch, aber schauspielerisch auch nicht immer überzeugend.
Die Macher des Films schienen das auch erkannt zu haben und fügten eine Zutat hinzu, die bei Jugendlichen immer zieht, nämlich die häufige Zurschaustellung sekundärer weiblicher Geschlechtsmerkmale. Ich hab mir den Spaß gegönnt und mal mitgezählt und komme auf einen Titt-o-Meter Wert von 12 Paar Möpsen, während sich weiblich Zuschauer mit zwei Ärschen begnügen müssen. Wer dies mag und sich mit zotigen Klamauk gerne befaßt, der ist hier richtig, ansonsten lieber einen Bogen drumherum machen.
3/10