Die älteste Frage der Filmgeschichte:
"Was war zuerst da: TERMINATOR oder NINJA TERMINATOR ...?"
Wie ihr euch wahrscheinlich denken könnt, geht's bei NINJA TERMINATOR aber nicht um Karate-Cyborgs, sondern um ... tja, ähm, worum geht's denn eigentlich ...?
Ein ansatzweiser Versuch: Es geht um eine dreiteilige goldene Statue, die ihrem Besitzer Unverwundbarkeit verleiht. Diese Statue ist anfangs im Besitz der "Gemeinschaft der Ninjas", wird dieser aber von drei abtrünnigen Ninjas (darunter auch Richard Harrison) gestohlen, welche sich im Laufe des Films aber als "die Guten" entpuppen.
Zwei Jahre später: Die Gemeinschaft will sich die Statue wiederholen, bringt einen der drei Ninjas um und erbeutet ein Teil der Statue zurück. Nun bittet Richard Harrison Interpol-Cop und Elite-Ninja-Kämpfer Jaquar [:dschäk:] Wong (die eigentliche Hauptfigur des Films) um Hilfe, welcher natürlich sofort tatkräftig einspringt und mit einem ganzen Drogensyndikat (...?) kurzen Prozess macht ...
Storymäßig ist NINJA TERMINATOR ganz erwartungsgemäß also ziemlicher Bullshit, wenn auch nicht ganz so unverständlich und irreführend wie diverse andere Vertreter des selben Genres, in denen zwei oder mehr völlig unterschiedliche Handlungsstränge zu einem verwurstelt werden.
Wie gesagt, die Sache mit dem Drogensyndikat ist mir zwar echt schleierhaft (wird dieses auch von der Gemeinschft der Ninjas geleitet oder gar von einem der guten Ninjas?) und einem "normalen" Film würde ich dieses gewaltige Logikloch auch heftigst ankreiden. Hier fällt dies aber eigentlich gar nicht weiter auf, da uns hier Fights, Fights, Fights der Extraklasse am laufenden Band präsentiert werden.
Ja genau, die Handkanten-Action ist hier mal wieder vorzüglich und es vergehen kaum fünf Minuten, in denen nicht aus völlig fadenscheinigen Anlässen die Fäuste fliegen. Wer also auf leicht trashige 80er-Jahre-Actioner abfährt, ist mit diesem Machwerk bestens bedient.
Doch NINJA TERMINATOR würde seinen Titel zu unrecht tragen, wenn nicht auch ein paar Knallchargen in affig-knalligen Ninja-Faschingskostümen durchs Bild hampeln würden.
Doch glaubt mir: Ninjas sind hier glücklicherweise tatsächlich stark vertreten (... yeah!)
Natürlich gibt's auch wieder massig ulkigen Ninja-Krimskrams (Wurfsterne, Katanas, ausziehbare Schwerter ...), die übliche "Ninja-Teleportations-und-Verschwinde-Technik", unzählige Flickflacks und Saltos, und eine eher lausige, aber doch irgendwie passende deutsche Synchro zu bestaunen, und über die Coolness des oberlippenbart-tragenden Richard Harrison, dem Aushängeschild jedes guten Ninjafilms, muss ich wohl kein weiteres Wort verlieren ...
Was gibt's sonst noch:
- die Ninja-Großmeister sind alles keine Asiaten, tragen dafür aber Eyeliner
- ein Bösewicht läuft den ganzen Film lang ohne ersichtlichen Grund mit einer blonden Perücke auf der Rübe rum,
- das Katana wird hier schon mal zur Küchenarbeit missbraucht,
- Spielzeug-Roboter im Dienste des Bösen
- ein Garfield-Telefon
... für reichlich unfreiwilligen Humor ist also auch gesorgt.
Mein Fazit also:
Ein herrlich lächerlicher und sehr spaßiger 80er-Jahre-Ninja-Eastern.
Die Story ist zwar ziemlich unverständlich, die Kamera zoomt desöfteren schon mal ins Leere und die Coolness der Akteure kommt aus heutiger Sicht eher einer "Schwulness" gleich ..., aber wen interessiert das schon, wenn man so viel "Hajaa!", "Uff!", "Argh!" und ein Garfield-Telefon geboten bekommt!?
"RICHARD HARRISON IS GOD!" - ... mehr sog i ned.