Review

Next-Level-Multikulti-Sh*t

Ein dreizehiger (!) Außerirdischer stürzt bei Ellis Island ab, sieht (abgesehen von seinen Füßen) aus wie ein ganz normaler dunkelhäutiger Amerikaner und zieht durch das melting pottige New York zwischen Immigration, Vorurteilen und Menschlichkeit...

E.T. he ain't...

"The Brother From Another Planet" hat einige Asse im Ärmel und ist im Grunde ein naiverer Vorläufer zu "The Hidden" und "Men In Black" - und genau mein cup of tea! Joe Morton strahlt eine Unschuld, Neugier und Gutmütigkeit, die wahrhaftig nicht von diesem Planeten sein könnte. Er ist eh ein purer Sympathieträger. Und das dreckige aber hoch lebendige, texturreiche New York dieser Zeit, in allen Farben und Akzenten, von Arcadeautomaten über Bars bis zur "Einwanderungsbehörde", ist der eigentliche Star dieses tollen Films. Eine echte Zeitkapsel. Und dazu gesellen sich dann heftige Blacksploitationvibes, viele bekannte Gesichter in Nebenrollen, klasse Aussagen zum Thema Einwanderung und Fremdenhass, die aktueller und akuter kaum sein könnten, ein lässiger Soundtrack und ein guter Flow - fertig ist für mich einer der feinsten und gutherzigsten Geheimtipps der 80er, der wie gesagt heutzutage wichtiger und klarer und menschlicher denn je erscheint... 

Harlems Globetrotter

Fazit: Joe Morton und die Eindrücke aus dem NYC dieser Zeit sind unbezahlbar... "The Brother From Another Planet" kommt mit Kult- und Kultursiegel! Und Herz. Erstaunlich viel Herz. Cool statt ICE.

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