„Je heller das Licht, umso dunkler die Schatten“, - unter diesen Umständen erweist sich „DarkPlace“ nicht nur dem Titel entsprechend als echter Rohrkrepierer.
Der komplette Plot langt allenfalls für einen Kurzfilm, obwohl, eine halbwegs erkennbare Handlung setzt ohnehin erst mit Hälfte der Laufzeit ein. Bis dahin hat man das Interesse an der surrealen Kollage ohne Zusammenhang bereits deutlich verloren.
Im Mittelpunkt steht Ian, ein verzweifelter Mann, der als Kind von seinem tyrannischen Vater für einige Zeit in eine Box gesperrt wurde, um sich seinen Dämonen zu stellen. Diese ist er bis heute nicht losgeworden, woraufhin ihn der Arzt Dr. Nichols besuchen kommt und sich selbst den Geistern der Vergangenheit stellen muss.
Besonders im Horrorbereich kann ein Mindfuck unter Umständen eine gnadenlos höllische Rätselspannung aufbauen, doch hier versagt der Stoff von der ersten Minute an.
Es entsteht null Bindung zu den Figuren, wahllos vermengen sich Flashbacks mit gegenwärtigen Situationen, diese unterteilen sich wiederum in Realität und Halluzination.
Ein erzählerisches Fundament ist innerhalb der ersten Hälfte nicht erkennbar, Arzt und Ian werden separat eingeführt. Ian quälen Bilder der Vergangenheit, Vater schlägt Mutter, die kurz darauf vom Kind erhängt aufgefunden wird. Nichols erhält unterdes ein Päckchen und einen anonymen Anruf und reist mit der Bahn nach Fern County, um dem Verschwinden einiger Kinder auf den Grund zu gehen. Erst nach 45 Minuten treffen beide Figuren aufeinander, bis dato herrscht völlige Inkohärenz.
Rein visuell zeigen sich zwar atmosphärische Ansätze, man arbeitet mit diversen Farbfiltern, Streulinse, schrägen Kamerawinkeln und wählt dazu eine halbwegs gelungene Sounduntermalung, doch Spannung will sich da bis zur letzten Minute nicht einstellen.
Ein Miträtseln ist müßig, warum Ian sich zeitweise mit einem Foto in der Hand in einer Zwangsjacke befindet, wer den Cop im Wald mit einer Sichel ermordet, in welchem Verhältnis Ian früher und heute zu der hübschen, aber deutlich zurück gebliebenen Ginny May steht und wer die Rednecks und der dubiose Priester sind, denen Ian und Dr. Nichols begegnen – alles ohne Belang, wie der Alptraum eines völlig wildfremden Menschen gehen einem die Bilder komplett an den Afterballen vorbei.
Einen Punkt rettet da lediglich die finale Auflösung, der Plot Twist, der immerhin nicht völlig aus der Luft gegriffen erscheint und im Nachhinein keine Fragen mehr offen lässt.
In anderer Form hätte diese Erklärung gar das Sahnehäubchen cleverer Unterhaltung dargestellt, doch Regisseur Philip Adrian Booth hat bereits mit dem kläglichen „Death Tunnel“ bewiesen, das Filmemachen offensichtlich nicht zu seinen Stärken gehört.
Sprunghaft, zusammenhanglos und vor allem sehr unpersönlich und langweilig,
2 von 10