Ein mäßig gelungener, schwarzhumoriger Gangster-Flick aus Südkorea, auf den Spuren von Tarantino. Nachdem der Sohn aus reichem Hause, der vom Papa an der kurzen Leine gehalten wird, den Tod des "besten Polizisten des Landes" verschuldet hat, wird er von dessen Kollegen erpresst. Um die benötigte Kohle aufzutreiben, heckt er mit seinen zwei Kumpeln einen einfachen Plan aus. Die beiden sollen seinen knausrigen Vater zwecks Lösegelds entführen. Wenig überraschend geht das Vorhaben mit Karacho in die Hose.
Gleich am Anfang sieht man den "Humanisten" im Verhör, weiß also, dass er geschnappt werden wird. Wie es dazu kommt, wird in langen Rückblenden veranschaulicht. Neben seinen zwei Kumpeln, der eine stark & dumm, der andere schwach & gerissen (aber nicht gerissen genug), gibt’s da noch einen Penner mit angefaultem Bein, eine Nonne mit Sprachfehler & eine weitere Figur, die zur falschen Zeit am falschen Ort ist.
Da es mitunter recht zynisch zugeht & man auch vor geschmacklichen Entgleisungen nicht zurückschreckt, haftet dem Treiben etwas sehr unangenehmes & unsympathisches an, da ist die Wirkung eine ganz andere als bei Tarantino. Mit den Figuren wurde ich auch nicht warm. Klar hat der Streifen seine Momente, aber unterm Strich ist das einfach zu wenig.