Nicht übel, was man so geboten bekommt bei diesem Film. Es gibt eine Zukunftsvision á la 1984, Action wie bei Matrix und eine Story wie bei Fahrenheit 451. Diese Mischung ergibt "Equilibrium". Zuerst nicht so mein Fall, hier und da durch eine Länge oder eine mir unverständliche Wendung, doch beim zweiten Nachdenken entpuppt sich dieser Streifen als wahre Meisterleistung. Bale und Bean geben eine meisterhafte Vorstellung ab, der eine mehr als der andere, aber das hat seine Gründe. Die Farben sind herrlich blaß und spiegeln eine angsteinflößende Vision von der Zukunft wider - ähnlich wie bei Minority Report, jedoch ohne so aalglatt zu sein.
Vor allem die Kampfszenen seien hier erwähnt. Wie kommen die Screenwriter nur auf solch irre Ideen? Ein wahrhaft abgefahrenes Schauspiel, wenn der Held von Gegenspielern eingekreist zu sein scheint. Trotz eines wahrscheinlich eher mageren Budgets gelingt es den Machern, einen absolut ästhetischen Film auf Zelluloid zu bannen. Auch die Wandlung des Hauptcharakters ist zu jeder Zeit glaubwürdig und ohne Fehl. Ähnliche Ästhetik und anschauliche Ausführung habe ich das letzte Mal bei "Boondock Saints" gesehen.
Wenn ich so darüber ein drittes Mal nachdenke, wird die Punkteskala dem Film nicht wirklich gerecht.
Eine absolute Ansehempfehlung. Der Film wird bei Erscheinen auf jeden Fall in meine Sammlung wandern.