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Gemeinsam mit seinen Freunden - Prinz Ali, Poochie, dem Zwerg, dem Wikinger, dem chinesischen Glücksritter und dem bärenstarken Saropoulis - hat Sinbad, Sohn der mächtigen Stadt Basra und Herr der Sieben Meere, die entlegensten und geheimnisvollsten Winkel der Alten Welt erforscht und zahllose Abenteuer und Gefahren bestanden. Jetzt kehrt er mit seinen Gefährten zurück nach Basra, wo die prunkvolle Vermählung Alis mit Alina, der bezaubernden Tochter Pals, des weisen Kalifen, stattfinden soll. Aber Basra, die Perle des Orients, ist zu einer Geisterstadt geworden. Denn Ja'afar, der Zauberer, schmiedet in seinen dunklen Gemächern düsterne Pläne: Mit Hilfe schwarzer Magie und mächtiger Dämonen will er die Welt unterwerfen und Alina zur Königin des Reichs der Dunkeheit machen. Sindbad muss sich erneut auf eine gefahrenvolle Reise machen und die 5 Kristalle des Friedens suchen, um den bösen Zauberer zu stürzen. Dabei stösst er auf allerlei böse Gegner.

Sindbad, Herr der sieben Meere hat mit seinen drei Vorgängern eigentlich nur noch den Namen gemeinsam, denn nach rein inszenatorisch und filmtechnischer Sicht ist dieser letzte Teil des Fantasyabenteuers absolut oberirdischer Trash, der in all seinen Facetten unglaublich ist. Aber insofern absolut kein Wunder, schliesslich wurde dieser recht humoristisch ausgelegte Fantasyschund von Italogrössen wie Luigi Cozzi (Astaron - Brut des Schreckens) und Enzo G. Castellari (Ein Haufen verwegener Hunde, Riffs 1+2 & Metropolis 2000) realisiert. Bei solch grossen Namen des Italokinos ist es kein Wunder, dass dieser Teil absolut hirnvernichtender Trash wird, der mit seiner minimalistisch billigen Umsetzung einfach nur unterhalten kann. Und das tut er auch, Sindbad - Herr der sieben Meere ist Fantasyitalotrash, wie man ihn sich nach Ator oder Thron des Feuers nur vorstellen kann. Mit Lou Ferrigno (Der unglaubliche Hulk und unzählige Hulkdarstellungen) hat man noch einen Protagonisten als Sindbad an Bord, der in seiner Rolle als muskelbepackter Orientretter besser nicht glänzen könnte. Es ist wahrlich ein absolutes Fest, wenn Sindbad mit seinen gänzlich bekloppten und meist untalentierten aber auch in abartig lustigen Kostümen gesteckten Heldenfreunden diverse Prüfungen und Kämpfe bestehen muss. Die lächerliche bunte Kostümparty der schäbigen Darsteller wären aber noch lange nicht so lustig, wenn der Rest filmischer Mittel nicht auch noch derbe trashigst und sleazigst wären. Die Kulissen absolut spärlich und billig, aber mindestens so charmant schrottig, dass sie zumindest ihren Zweck in diesem Trashfeuerwerk erfüllen. Highlights dabei sind sicher die ollen Dungeons und Höllen vollbepackt mit massig Spinnengewebs (einmal deutlich als Fischernetz zu enttarnen), den ulkigen Skelettierten Wänden. Den Gipfel schiessen dabei aber die recht reisserischen Gegner ab, denn während Sindbad gegen Laserschiessende Steinmonster kämpft, sind diverse Geisterkrieger auf der Untoteninsel nicht fern. Creepy creepy das Ganze, aber damit ist der Gipfel noch nicht erreicht, denn ein herrlich glubberiges und fauchendes grünes Schleimmonster, auch mit Laserschusswaffen bestatten lümmelt in irgendeiner Hölle mit Kung Fu Zombies rum, die schäbiger nicht aussehen könnten. Zurück zu den Darstellern, die schlimmer nicht sein könnten, auch wenn gewisse ulkige Charakterisierung sicher Absicht sind. Nebenei erwähnt sind die Dialoge ein Fall für ein zermürbendes Zwerchfell, denn wenn Sätze wie "Tret ihm in die Eier" oder "Scheisse" erklingen, dann sind die Lacher nicht fern, vorallem wenn die Truppe von doofen Begleitern betrachtet. Die Stimme des Zwerges ist deluxe pur, der Wikinger versehen mit der geilsten Waffe überhaupt und der chinesische Glücksritter sind einfach nur bescheuert aus. Aber auch der böse Magier, reichlich versehen mit tuntigem Nagellack und Kajal, ereifert sich ihm dumm und hysterisch gucken.

Fazit:
Ein reinstes Fantasytrashfeuerwerk, dass man einfach nur vollkommen lieben kann. Oder eben hassen, je nach Betrachtungsweise. Der Film holt sich dabei selten ernst und ist als 4.Teil der Sindbad - Saga eher Trashfans zu empfehlen, die selbst schon mit Ator - Herr des Feuers, Throne of fire oder Er - Stärker als Feuer und Eisen Spass hatten.

84%

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