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Blood Monkey ist mal wieder ein gutes Beispiel dafür wie sich der Sci Fi Channel billige Massenunterhaltung vorstellt. Man nehme einen preiswerten aber verdienten Bewohner aus der Altstar Serengeti der sich für Geld für nichts mehr zu schade ist, außerdem noch einen Stapel ebenso williger wie talentbefreiter Jungmimen, verfrachte die ganze Bagage in den thailädischen Dschungel und tue so als wäre da eine reale Bedrohung, fertig. Gut, letztendlich ist eine solche Bedrohung tatsächlich vorhanden, aber von diesen hypergescheiten Menschenaffen sieht man bis auf Nasenlöcher im Teaser und dem tatsächlichen Tier fünf Sekunden vor Abspannbeginn nämlich nicht mal seine Exkremente im Dschungelgras. Dafür das das Ding großflächig auf dem Cover prangert ist das nämlich arg wenig.
 

Das heißt aber auch das wir uns demzufolge mehr mit den aktuellen Protagonisten beschäftigen (müssen), denn das heute präsentierte Jungvolk ist mal wieder ein selten dämliches welches. Die gespielten Charaktere sollen Jahrgangsbeste in ihren jeweiligen Studienfächern sein, sind aber dabei aber etwa so glaubwürdig und sympathisch wie Sackläuse. Dummerweise bestehen 80% des Film darin das diese Trantüten durchs Gebüsch laufen und Dummfug reden. Apropos Gebüsch, für ein niemals nicht betretenes Tal wirken die ausgebauten und gepflegten Wanderwege mal wieder extrem glaubhaft. Das Verhalten der Charaktere ist zudem noch ständig wahlweise naiv oder dämlich, denn die Studentengruppe merkt sogar frühzeitig, das hier was faul ist im Busch, lassen sich aber trotzdem beinahe klaglos vom ominösen Prof auch die steilsten Felswände runtertreiben und wie dieser Prof gen Ende eigentlich die Affenbande ohne Seile, Käfige oder Betäubungsgewehre lebend fangen will, kann er sich wohl auch nur selbst erklären. Mann, ist das alles dämlich hier, besonders natürlich das Drehbuch.

Die Menschenaffen verhalten sich allerdings auch etwas diffus, mal sind sie eher gutmütig und warnen die Wandergruppe durch aufgehängte Warnzeichen, mal metzeln sie dann sogar einen bereits gefesselten blutig nieder, ist doch ales ziemlich inkonsequent. Dafür bekommen sie die meiner Meinung nach singulären Highlight Szene des Films zugesprochen, als nämlich ein starker Regenguss auf die Zelte der Studenten niedergeht und die Kamera langsam enthüllt, woher dieser kommt. Über die Qualität ihrer CGI läßt sich dafür nicht allzu viel sagen, wie gesagt sie sind nur sekundenkurz im Bild.

Final muß man leider wieder sagen das dieser Streifen auf DVD gepreßte Langeweile ist, selbst möglicherweise interessante Szenen wie die Abseilerei werden dermaßen in die Länge gezogen, das man einfach nur noch hofft das eine der Hohlbirnen endlich abstürzt, so daß man weitermachen kann. F. Murray Abraham schlägt sich zwar immerhin noch ganz wacker, aber selbst der Oscar Preisträger kanns nicht mehr rausreißen und nur ein paar nette Landschaftsaufnahmen des Dschungels machen einen auch nicht satt. Tierhorror mal wieder des unteren Niveaus. 2/10

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