Vom langjährigen Ehemann verlassen zu werden ist ja genrell schon eine unschöne Sache, wenn der böse Bub aber gleichzeitig noch alle Konten ausräumt und die gute Natalie Harris mit zwei Kindern zurückläßt, die man nettestenfalls als verzogen bezeichen kann, dann ist der Tag schon mal grundsätzlich versaut.
Reine Familiendramen sind dabei jetzt nicht wirklich meine Lieblingsfilme, besonders wenn sie insgesamt über vier Stunden laufen. Aber ähnlich wie bei Please Mom dont´t hit me, speilt hier ein Rotzlöffel einer der beiden Familiensöhne, die als Christian Bale später noch Karriere machen sollte. Hier darf er als Elfjährigerden verzogenen Sohn geben, dem man einfach nur aus Prinzip ohrschellen möchte. Interessanterweise gibt der Nachwuchs nämlich eher der Mutter die Schuld das die Vaterrolle mit einer anderen Holden durchgebrannt ist.
Was folgt ist das klassische Leid einer alleinerziehenden Mutter, ohne die Kohle die elementaren Bedürfnisse ihrer Kids erfüllen zu können. Die Bank ist da auch nicht besonders behilflich, so bleibt ein Leben bei Brot ohne Butter, nicht mal ein neuer Schulranzen ist drin. Eigentlich insgesamt ein ziemlich dröges Programm, erwatungsgemäß ohne Action Highlights, lediglich die Wutausbrüche des kleinen Christian sorgen ein wenig für Abwechslung. Der Rest ist eher der übliche emotionale Eintopf, der aber immerhin 240 Minuten an Lebenszeit kostet.
4/10