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Jetzt stehen die Gallier aber ganz schön dumm da: Ihr Druide Miraculix wurde von den Römern auf ein Schiff verschleppt, das ihn ans Ende der Welt bringen soll. So machen sich Asterix und Obelix auf eine lange Reise und landen schließlich auf einem Kontinent, wo es seltsame Tiere und seltsame Menschen mit noch seltsameren Bräuchen gibt.

Asterix Nr.7 ist der letzte Zeichentrickfilm der Reihe und man muss fast sagen: Gott sei dank! Denn der hier ist so aufdringlich und nervtötend auf Zuschauer unter sechs Jahren getrimmt, dass es weh tut. Einerseits könnte man sich freuen über einen hundertprozentig unbeschwert-fröhlichen Spaß, doch wenn man die anderen Teile kennt, weiß man, was hier für Möglichkeiten zunichte gemacht wurden. Vom intelligenten Esprit der ganz alten Teile ist schon einmal gar nix mehr übrig, der Humor besteht größtenteils aus billigstem Slapstick in Zeichentrickform, wobei Obelix den größten Anteil an mäßigen Gags hat. Ganz wenige hintersinnige Anspielungen wie auf Cäsars Werk "De Bello Gallico" sind erfreuliche Ausnahmen.

In den Animationen ist "Asterix in Amerika" allerdings ein weiterer großer Schritt nach vorne gelungen. Überzeugend wie nie zuvor sehen Figuren wie Landschaften aus. Eine gelungene Synchronisation (u.a. mit Ottfried Fischer, Ralf Wolter und Jochen Busse) verhindert des weiteren schlimmeres.

Dennoch insgesamt überhaupt kein Vergleich zu anderen Asterix-Teilen. Ein total simples und dramaturgisch völlig harmloses Abenteuer, das mit den Büchern überhaupt nichts mehr gemein hat. Die Reihe hätte auf jeden Fall einen besseren Abschluss verdient!

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