Die zweite Gemeinschaftsarbeit zwischen Bruckheimer und Disney geht in die zweite Runde. Hierbei geht es, wie in dem anderen großen Franchise, um große Schätze aber nicht um Piraten.
Vorkenntnisse sind erwünscht und von Vorteil, da die Charaktere und das vorher Geschehene sehr schnell abgehandelt werden. Zwingend notwendig sind sie aber nicht. Allzu viel Bezüge zum ersten Teil sind nicht vorhanden.
Die Verhältnisse zu den Charakteren haben sich ein wenig geändert. Ben Gates (Nicholas Cage) und Abigail Chase (Diane Kruger) haben sich mittlerweile verkracht und leben getrennt, Riley (Justin Bartha) versucht sich erfolglos als Autor eines Schatzsucheromanes und hat Probleme mit dem Finanzamt durch Steuerhinterziehung, was sich auf seinem geliebten, stilvollen Wagen ausrichtet. Eine gute Grundlage um mal wieder ein wenig auf Schatzsuche zu gehen, insbesondere da der zwieträchtige Mitch Wilkinson (Ed Harris) auftaucht und den Namen Gates in den Dreck zieht. Natürlich wird auch wieder Bens Papa (Jon Voight) mit gezogen und sogar Bens Mutter darf sich dieses mal beteiligen.
Sämtliche Schauspieler spielen ihre Rolle ordentlich, man hat aber schon besseres von ihnen gesehen.
Darauf liegt aber kein Augenmerk, denn das wichtigste ist der Unterhaltungsfaktor. Sehr häufig wird gewitzelt, ob es nun dumme Sprüche sind oder interne Familienauseinandersetzungen. Teils wirkt es leider etwas arg überzogen, albern oder lächerlich aber trotzdem noch charmant. Typisch Disney.
Die Suche selbst erfolgt recht Action- und Effektlastig. Von Verfolgungsjagden zu Fuß oder mit dem Auto, über versteckte Gänge und Schriftzeichen bis zu alten Tempelmechanismen die durch ihr Alter schonmal zusammenfallen wird einiges geboten und gut und spannend in Szene gesetzt, wenn auch sehr konstruiert. Da geht die Logik und Plausibilität schonmal flöten.
Der Soundtrack fügt sich gut ein, wirkt teils etwas pathetisch, ähnlich wie die Aufmachung. Ein guter Film um dem amerikanischen "Wir-"Gefühl Tribut zu zollen. Hierbei haben wir Europäer es etwas schwerer. Das ist wiederum typisch für Bruckheimer Filme. Pathetische Posaunen Musik, disziplinierte Army-Bilder... ja in Amerika läuft alles wie es laufen muss. Und natürlich wird am Ende alles gut.
Wer schon den ersten Teil kennt wird hier schnell einen Einstieg finden. Von der Aufmachung und Atmosphäre ähneln sich beide sehr. Ein gelungenes Stück Abenteuer-Action-Spaß-Kino dem man nicht zuviel abverlangen darf, außer seinem guten Unterhaltungsfaktor. Hier liegt der Spaß im Vordergrund. Bis zu Indy 4 ein guter Pausenfüller.
8 / 10