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Nach seinem letzten Fund hat sich für Benjamin Franklin Gates einiges verändert. Sein Name ist zwar in aller Munde, doch um seine Beziehung zu Abigail Chase steht es nicht so gut, so dass er zwangsweise bei seinem Vater Patrick unterkommen musste. Dennoch müssen nun alle gemeinsam die kommenden Aufgaben meistern, denn der undurchsichtige Mitch Wilkinson belastet den Familienruf der Gates enorm, indem er einen Vorfahren der Gates mit dem Mord an Abraham Lincoln in Zusammenhang bringt. Vater und Sohn Gates können diesen Rufmord nicht dulden, also machen sie sich auf die Suche nach dem Buch der Präsidenten, welches den Familiennamen wieder rein waschen soll.

Und wieder einmal schmeißt Regisseur Jon Turteltaub die Gesetzte von Logik und Physik über den Haufen. Im zweiten Teil der Vermächtnis Reihe wirds nämlich persönlich, denn einer der Vorfahren von Gates wird nachträglich beschuldigt, bei der Erschießung von Abe Lincoln eine nicht unwesentliche Rolle gespielt zu haben. Das Line up ist dabei dasselbe wie im Vorgänger, mit dem Unterschied, das Gates Gegenspieler diesmal von Ed Harris gemimt wird und auch seine Mama mit am Start ist, die zur Handlung zwar nicht viel beizutragen hat, dafür sich aber mit Jon Voight einige nette Wortgefechte liefert.
Auch die Handlung ist weitestgehend identisch, erneut gibt es für den Actionfaktor eine Autoverfolgungsjagd, wieder gibt es jede Menge Rätsel und Aufgaben zu lösen um sich von einem Ort zum nächsten zu hangeln und ein ähnliches Finale wird auch geboten. Schauplätze finden sich in Frankreich, London und diversen Attraktionen in den US of A. War im ersten Teil der Saga noch das größte Verbrechen die Unabhängigkeitserklärung zu klauen, während hier im weißen haus und Buckingham Palace eingebrochen wird und dazu noch der amerikanische Präsident zu einer Entführung unter Freunden verschleppt, die Schatzjägercrew dürfte so mühelos auf ca. 100 Jahre Knast kommen.
Daneben kommen noch verschiedene Verschwörungstheorien wie Area 51, Apollo 13 oder die Ermordung Kennedys zu Wort, natürlich mit einem Augenzwinkern dargeboten, wie überhaupt die ganze Handlung mit sehr viel Wortwitz abläuft. Leider hat man die wirklich ulkigen OneLiner von Justin Bartha ein wenig heruntergekürzt, dafür darf der laufende Kleiderständer Kruger sich ein paar mehr Sätze aus dem Stimmchen leiern, dazu kommen noch die dauerkabbelnden Eltern, jedenfalls vergehen die beinahe 2 Stunden Laufzeit ziemlich flott.
So ist logischerweise das Vermächtnis des geheimen Buches praktisch nicht nur der gleiche knallig bunte Film wie sein Vorgänger, aber das muß ja nichts schlechtes sein, wenn das Grundkonzept stimmt. Wer den ersten Teil mochte kann hier bedenkenlos zugreifen.
7/10

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