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Ein älterer Weißkittel experimentiert mit einem Anti-Krebs-Mittel, das er an einer Laborratte ausprobiert. Von diesem Stoff luchst ihm ein Bekannter, den er ab und zu mit künstlichen Drogen versorgt, ein bißchen etwas ab. Das Röhrchen mit dem ungetesteten Mittel gelangt auf diese Weise irrtümlich auf die Strasse, als der Süchtige sich dieses von einer Bordsteinschwalbe klauen läßt. Letztere verwandelt sich nach dem Genuß des vermeintlichen Cracks in einen blutrünstigen Zombie und steckt alsbald alle anderen in ihrer Umgebung an. Ihre Umgebung sind in diesem Fall drei weitere Strassenmädchen und deren Lude, ein Kleeblatt von Stripperinnen aus dem naheliegenden Club sowie deren Besitzer und zwei Angehörige der Stripperinnen. Die Letztgenannten verbarrikadieren sich im Club, während draußen die Zombies einzelne Passanten beißen und damit ihre Anzahl erhöhen. Die spannende(?) Frage lautet: Wer wird wohl die Nacht überstehen? Gähn...

Ein weiterer Low-Budget-Zombiestreifen, der die Untoten nach bekanntem Muster auftreten läßt. Bis es soweit ist vergeht allerdings eine knappe halbe Stunde, in der die temperamentlosen Stripperinnen des Clubs (und ihr ebenso fades Publikum) vorgestellt werden inklusive der "Neuen", die sich bewußt unbeholfen an der Stange aufführt. Während der Clubbesitzer ein gemütlicher dicker schwarzer Riese ist, der seine Damen auch noch zur Tür und ins nahegelegene Schnellrestaurant begleitet, legen die dort ebenfalls pausierenden Prostituierten einen anderes Verhalten an den Tag, als deren Lude, der ebenfalls schwarze Johnny "Rückhand" Vegas (beachte den einfallsreichen Namen) aufkreuzt. Ein paar zickige Bemerkungen inklusive Verwandlung zweier Prostituierter in Zombiemonster später müssen die Übriggebliebenen dann wohl oder übel zusammenhalten und verschanzen sich im Stripclub (der übrigens "Grindhouse"-Club heißt, warum auch immer). Ab und zu erwischen die Zombies dann eine/einen von ihnen, bis sich zwei der Belagerten entschließen, mitten in der Nacht in eingangs erwähntes Labor zu fahren, um vom Professor (der nachts natürlich anwesend ist und gleich versteht worum es geht, eh klar) ein Gegenmittel zu holen...

Das sattsam bekannte Szenario Eingeschlossene vs. Böse-Zombies-draußen wird hier ein weiteres Mal aufgewärmt, was nicht weiter schlimm wäre, wenn das Drehbuch wenigstens die eine oder andere überraschende Idee hätte. Leider Fehlanzeige, es läuft nahezu alles nach Schema F ab, zudem muß der gelangweilte Zuschauer auch noch jede Menge möchtegernlustiger Bemerkungen der eingeschlossenen Protagonisten über sich ergehen lassen, die weder zur jeweiligen Situation noch zur Thematik passen. Das ab und zu herumspritzende Blut ist viel zu hell und sieht eher nach Kirschsaft bzw. Marmelade aus und die wenige Action (wenn gegen die Untoten gekämpft oder besser gehampelt wird) wirkt wie von einer Schülergruppe 14jähriger inszeniert - da zuckt der Finger oft genug in Richtung Vorspultaste.

Der 1-Punkte-Bereich in der Bewertungsskala ist vielleicht der ausgedehnteste und sicher auch der umstrittenste: Vollkommener Schrott, Drehbuchkatatrophen und produktionslose Amateurfilmchen werden damit genauso wie reiner Etikettenschwindel oder technisch unzureichendes Material bewertet, und sicher mag man auch Streifen, die eine Erwartungshaltung auf Gröbste enttäuschen, hier finden. Auf Strippers vs. Zombies trifft dies alles zwar nicht zu, aber dennoch sind 2 Punkte für diesen Mist einfach noch zuviel. Was gäbe es an diesem drögen Streifen positiv anzumerken? Mir fällt nicht viel ein: das Drehhbuch ist langweilig und spannungsfrei, die Effekte erkennbar billig getrickst bzw. wenn handgemacht dann schwach umgesetzt, die Dialoge bemüht blöd aber noch lange nicht lustig und die Performance der Darsteller auf Statistenniveau. Dass die Mädels nicht häßlich sind und am Ende auch irgendwer übrigbleibt und der Film nicht mittendrin abbricht, rechtfertigt keinen zweiten Punkt: Strippers vs. Zombies ist einfach mehr oder weniger Zeitverschwendung.

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