Alle zehn Jahre kehrt Pupi Avati zum Genre zurück, indem er wirklich meisterhafte Filme erschaffen kann. Ohne Zweifel gehört er zu der oberen Liga des italienischen Horrorkinos. Diesen Mann hätte man schon längstens mal wachrütteln sollen und ihm einfach mal klipp und klar erklären müssen, dass er in all den Jahrzehnten gefälligst bei seinem Metier hätte bleiben sollen und nicht seine Kreativität mit kaum vermarktbaren Filmen (zumindest im Ausland) zu verschwenden hätte. Wer seine anderen Giallos gesehen hat, weiss in etwa, was ihm hier erwartet. Avati schafft es wie Fulci und Argento seine ganz persönliche Gänsehaut-Atmosphäre zu kreieren. Dabei zitiert sich Avati gelegentlich selbst, aber das spielt ja keine Rolle. Obwohl der Film in den USA spielt und ideenmässig zeitbedingt ganz leicht dem japanischen Geisterkino etwas schuldet, ist seine Ausführung doch durch und durch italienisch und in der Tradition des Gothic Horrors à Bava oder Margheriti und dem Giallo verwurzelt. Dabei unterstützt ihm nicht nur die wunderbare Musik von Riz Ortolani, sondern ebenso bekannte kultige Gesichter wie Giovanni Lombardo Radice oder Venantino Venantini in Nebenrollen. Mit dabei sind auch nicht Unbekannte wie Burt Young, Treat williams und Sydne Rome! Nicht zu vergessen: Die attraktive Hauptdarstellerin Laura Morante macht ihre Sache bestens (nicht so over-acting mässig wie in vielen amerikanischen Pendants). Den Inhalt widerzugeben erspare ich mir. Einfach per Gelegenheit zugreifen und geniessen. (9/10)