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Im Jahre 2001 waren Found Footage sowie gefälschte Dokumentationen und Reportagen und gerade in Verbindung mit Geistern und Besessenheit noch eine frische und unverbrauchte Angelegenheit. Darum muss man diesen Film hinsichtlich Inhalt und Form doch etwas anders bewerten. Trotzdem ist er schon unter damaligen Gesichtspunkten kein Meisterwerk voller Suspense und auf die melodramatische Soap Opera Musik hätte man auch verzichten können. Mit seinen ausführlichen "8mm-Aufnahmen von 1932" über obskure satanische Rituale wird er fast zum Mondo. Dann bekommt er einen leichten Snuff-Touch und im letzten Drittel gibt es doch noch die obligatorische Gruselhausbegehung inklusive Huch-Moment. Stellenweise fühlt man sich auch an die Mini-Dokus erinnert, die den ersten BLAIR WITCH PROJECT Kinofilm begleiteten.